Der Streit der Beckhams – und was das über Familie im 21. Jahrhundert sagt

Shownotes

Links: Coach Maysaa über die Beckhams Adult children's estrangement from parents in Germany - Oliver Arránz Becker, Karsten Hank

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00:00:01: Hallo Leute, schön, dass ihr einschaltet zu einer neuen Folge von viel den News, was Deutschland bewegt.

00:00:05: Wir sprechen hier jede Woche über Themen, die uns bewegen, zu Hause am Abendbrotisch mit der Familie.

00:00:10: Und diese Woche soll es um ja, den Familienstreit der Backhams gehen, ein Thema, das vor allem den Föhtor seit Tagen sehr beschäftigt.

00:00:19: Wir wollten diese Woche mal eine kleine Auszeit nehmen von den großen Themen, weil es da gerade weitergeht.

00:00:24: Donald Trump hält zur Stunde seine Rede in Davos.

00:00:28: Wir werden da auf jeden Fall drüber sprechen.

00:00:30: Aber dadurch, dass gerade so ein bisschen Status, wo sich nicht so doll verändert hat, möchten wir lieber das nächste Woche zum Andersnehmen da wieder weiter drüber zu sprechen.

00:00:38: Und diese Woche mal, wie das bei viel den News immer mal wieder Thema ist, nicht nur in die Politik News sehen, sondern eben auch in die Promi.

00:00:48: Celebrity Welt, weil da ja auch Nachrichten dabei sind, die große Gefühle auslösen.

00:00:53: Und so ist es in diesem Fall.

00:00:55: Es geht um den ältesten Sohn von Victoria und David Beckham, Brooklyn Beckham, der sich gegen seine Familie gewandt hat.

00:01:04: Was genau passiert, das erzählen wir gleich.

00:01:06: Aber diese Nachricht hat überraschend viel Emotionen und Reaktionen in unserem Umfeld und bei uns in den letzten Tagen ausgelöst und deswegen dachten wir, wir geben dem Thema heute mal eine Chance und sprechen über die Gefühle zu diesen Nachrichten.

00:01:21: Und gleichzeitig glauben wir, dass gerade so sprechen über so familiäre Konstellationen im XXI.

00:01:27: Jahrhundert an diesem Fall ganz gut nachvollzogen werden kann.

00:01:31: Was ist passiert?

00:01:32: Brooklyn Backham hat auf Instagram einen Posting geschrieben, in dem er erklärt hat, Er hätte über Jahre geschwiegen, um familiäre Konflikte privat zu halten, da aber seine älterne Umfeld weiterhin aktiv die Presse genutzt hätten, sehr er sich nun gezwungen, selbst öffentlich Stellung zu beziehen.

00:01:50: Er betont, dass er sich bewusst gegen eine Versöhnung entschieden habe und erstmals in seinem Leben öffentlich für sich selbst einstehe.

00:01:58: Er wirft seinen Eltern vor über Jahre hinweg gezielt Narrative über die Familie in den Medien kontrolliert und ein inszeniertes Bild von Nähe und Harmonie aufrechterhalten zu haben.

00:02:09: Seine Beziehung und Ehe seien seit langem unter Druck gesetzt und systematisch untergraben worden, unter anderem durch den massiven Einfluss während der Hochzeitsvorbereitungen, finanzielle und rechtliche Forderungen sowie wiederholte öffentliche und private Angriffe.

00:02:24: Besonders belastend laut Brooklyn Beckham seien die Grenzüberschreitungen während der Hochzeit gewesen, darunter die Störung des geplanten Hochzeitstanzes und wiederholte Respektlosigkeit gegenüber seiner Frau.

00:02:37: Auch nach der Hochzeit habe die Familie seine Ehe nicht akzeptiert, treffend verweigert oder nur unter Bedingungen angeboten, die seine Frau ausschlossen.

00:02:45: Beckham kritisiert, dass in seiner Familie öffentlich Selbstdarstellung, Markenpflege und mediale Wirkung über persönliche Beziehungen gestellt würden.

00:02:54: Zuneigung werde daran gemessen, wie präsent man sich öffentlich zeige.

00:02:58: Die Darstellung, seine Frau kontrolliere ihn, weiß der entschieden zurück und beschreibt stattdessen, dass er selbst lange unter familiäre Kontrolle und starker Angst gelitten habe.

00:03:07: Seitdem er Abstand zu seiner Familie hält, habe sich diese Angst erstmals aufgelöst.

00:03:12: Er und seine Frau wollten kein Leben, das von Image, Presse oder Manipulation bestimmt sei, sondern strebt nach Ruhe.

00:03:18: Privatsphäre und einem selbstbestimmten Familienleben.

00:03:21: Ja, und warum machen wir diese Sendung?

00:03:23: Wir wollen uns heute fragen, warum interessiert das gerade in diesem Moment so viele Menschen?

00:03:28: Man sieht Memes, man sieht wie Leute Seiteneineben besprechen, es gibt Theorien, es gibt Forderungen, dass endlich Videos rauskommen sollen, die das eine oder die andere Wahrheit beweisen.

00:03:39: Wir wollen uns fragen, warum ist das gerade jetzt so ein großes Thema?

00:03:43: Zum anderen sehen wir aber auch eine gewisse Parallele in der ganzen Geschichte um Prince Harry, der sich ja relativ ähnlich von paar Jahre so auch in aller Öffentlichkeit von der Familie abgewandt hat und wollen uns natürlich fragen, was kann man in aller erster Linie als Eltern in so einer Situation lernen?

00:04:00: Wir sind auch Eltern von Kindern und so eine Situation wünscht man sich natürlich auf keinen Fall.

00:04:06: Also diese Frage, was kann man selbst damit rausziehen und warum betrifft es dann vielleicht am Ende doch viel mehr Menschen als die paar privilegierten Familien, die wir heute hier besprechen?

00:04:19: dieses ganze Thema rund um die Familie Beckham.

00:04:22: Das ist mir immer nur am Rande begegnet, da habe ich fast von Anfang an so eine, sagen wir mal, Interessantheit gespürt, die ich eigentlich selten bei prominenten Themen habe.

00:04:35: Immer mal wieder, doch, es ist jetzt nicht so, dass ich wie früher so getan habe, als würde mich alles gar nicht interessieren, aber auf eine bestimmte Art, und ich kann dir gar nicht genau sagen, wo und wie und warum, habe ich Familie Beckham aus den Augenwinkeln intensiver verfolgt als andere Promi-Familien dieser Preisklasse.

00:04:50: Und darüber habe ich nachgedacht und würde mich gerne fragen, hast du ein Educated Guest, warum das bei mir so ist?

00:04:56: Ich weiß nicht, ob... Also... Es kann natürlich so, ich höre ja immer wieder auch jetzt in unserer Situation, wir wissen das, haben es auch gerade gesagt, dass wir jetzt noch ein Mädchen bekommen und da sagen natürlich viele irgendwie so, ah, wie bei Victoria Beckham so drei Jungs und dann ein Mädchen, also einfach so eine Familienkonstellation, die vielleicht ähnlich ist, I don't know.

00:05:15: Ich finde aber, und ich kann mir deswegen, das wäre so ein bisschen meine Theorie, warum das so allgemein viele Menschen interessiert.

00:05:22: Es ist ja ein bisschen wie bei Game of Thrones oder anderen Star Wars oder so, wo es so große, ich sage es mal, Familienstammbäume gibt, die so detailliert einzelne Handlungsstränge haben.

00:05:33: Inzwischen, weil die Kinder an der Öffentlichkeit stehen, weil die Eltern beide in der Öffentlichkeit stehen, weil es so allumfassend persönliche Anknüpfungspunkte mit den Menschen gibt, weil viele Fußball-Fans sind und dann David Beckham lieben, weil viele die Spice Girls lieben und dann Victoria Beckham lieben, weil Man dann irgendwie so auf die Kinder sieht, wir haben ja auch schon mal eine Folge zu Nepo Babies gemacht.

00:05:56: Die Kinder von David und Victoria sind krasse Nepo Babies, also Kinder, die in einem Reichtum mit einer Berühmtheit aufwachsen und deswegen selbst reich und berühmt werden oder sind durch diese Elternkonstellation.

00:06:10: Dann kam ja vor einiger Zeit noch diese Dokumentation über David Beckham raus, die so ganz viele Iconic Momente hatte.

00:06:18: die das Privatleben gezeigt hat, die Familie gezeigt hat.

00:06:21: Das Gleiche gibt es jetzt auch noch mal auf Netflix von Victoria Beckham.

00:06:25: Und man hat plötzlich, ob man das will oder nicht, und ich würde sagen, du bist eine Person, die jetzt nicht krass sich jede Woche die Bunte kauft und danach liest, was bei denen abgeht, hat man die letzten fünf, zwanzig Jahre oder dreißig Jahre, ob man es wollte oder nicht, extrem viele Infos über diese Familie bekommen.

00:06:44: Wenn man sich halbwegs dafür interessiert hat, ja sogar noch mehr.

00:06:48: Und jetzt wird das Ganze nach vielen Theorien langer Zeit, wo er ja auch schon gemunkelt wurde, möchte ich gleich was zu sagen, nimmt es so eine Öffentlichkeit an und auch eine Persönlichkeit an, dass ich mir denke, das ist schon in der Weise besonders egal, ob man sich dafür interessiert hat oder nicht.

00:07:09: Jetzt sagst du mir, ob es das ist oder was daran so besonders...

00:07:12: Das ist eigentlich das ganz naheliegend.

00:07:16: David Beckham ist wirklich fast auf den Tag genau so alt wie ich.

00:07:20: Er ist einfach neun Tage vor mir geboren.

00:07:23: Das heißt, wir sind so von der Alter-Situation fast identisch aufgestellt und ich habe immer wieder, obwohl natürlich wir komplett unterschiedliche Leben geführt haben, ich habe immer wieder Parallelen festgestellt.

00:07:34: und jetzt nicht nur, dass er irgendwelche komischen Sachen gemacht hat, als ich dachte, oh, damit kann ich connecten, sondern ich habe so Parallelen festgestellt, die in Richtung gegangen sind wie ... So ein Struggle, für den er in der Öffentlichkeit sinnbildlich stand, mit geschlechter Rollen.

00:07:48: Er war die Vorzeigefigur für dieses Schlagwort Metrosexualität, was irgendwann aufkommt, weil so ein bisschen falsch gelagert ist, war aber wo man so gedacht hat, ah, so ganz wie diese Klassik Holzfeller-Duz fühle ich mich jetzt nicht, wie gehe ich denn damit um?

00:08:01: Und da hat er in einer Phase halt so weibliche Attribute mit dazugenommen, wo ich auch mit Fingernagelack experimentiert habe.

00:08:07: Also da waren irgendwie solche Parallelen und ich würde nicht sagen, dass er so eine Leitfigur war.

00:08:13: Aber ich habe häufiger das Gefühl gehabt, der macht Vorbildstruggles, die halt Menschen in dieser Phase haben, speziell Männer in dieser Phase haben, der macht die in der Öffentlichkeit sichtbar.

00:08:23: Und das ist der Hauptgrund.

00:08:25: Auch wenn ich weder zum Ritter geschlagen bin, noch irgendwas mit Fußball anfangen kann, ist er halt in der Öffentlichkeit immer wieder eine Figur gewesen, wo man so eine Resonanz gespürt hat.

00:08:33: Und diese Resonanz muss ich ehrlicherweise sagen, hat sich in der Dooku bestätigt, weil er für mich eine Person ist, Völlig abseits seiner Berühmtheit, völlig abseits davon, dass Fußballer natürlich noch eine eigene Liga im wahrsten Sinne des Wortes sind.

00:08:48: Völlig abseits davon ist er ein Typ, Mann, wo ich sagen würde, dessen Entwicklung in der Öffentlichkeit kann man tatsächlich dazu benutzen, um selbst etwas zu lernen, darüber wie Männer heutzutage funktionieren, im Guten wie im Schlechten.

00:09:02: Würde ich dir total zustimmen.

00:09:04: und ich finde auch, dass nach der Doku, und das ist aber die letzten Jahre, finde ich auch noch mehr gewesen, das auch oft so war, dass ich... Familie, das einfach interessant fand und ich glaube, dass das auch mit so einem Grund ist, wenn dann plötzlich so der Putz abbröckelt und man von so einer vermeintlich perfekten Familie, die alles mit den Kindern richtig machen, super close, noch mit den Kindern sind und ja auch ganz viel, wo man sich vielleicht vorher dachte, die Kinder wachsen irgendwie in so einem absurden Reichtum auf, aber irgendwie kriegt man es dann hin, dass die alle so relativ auf dem Boden sind und nette, nette Familie einfach sind.

00:09:37: Wenn bei denen dann was schief geht.

00:09:40: Und da muss man, finde ich jetzt noch nicht mal von Schadenfreude reden, aber das ist natürlich interessanter, weil es ein Bruch ist in der Erzählung, dass man zumindest mal sich das ansehen möchte, vielleicht zum einen um zu verstehen, kann ich daraus irgendwas lernen, dass mir das nicht passiert, zum anderen vielleicht auch, weil man sich denkt, ha, guck mal, bei denen ist es am Ende dann genauso wie bei allen anderen Familien auch, weil manchmal hat man das ja, dass man so... auf solche Familien aufschaut und sich denkt, Wetten, die haben nie Probleme.

00:10:06: Die haben nie, streiten sich nie über diese eine Sache, über die wir uns immer streiten.

00:10:10: Und ich glaube schon, dass das für viele mit dem Grund sein kann.

00:10:15: Ein anderer Grund, der jetzt nicht so richtig was mit dem Backhams zu tun hat, sondern eher mit der Zeit, ist, dass ich diese Woche sehr viele Memes gesehen habe, wo Leute sowas gesagt haben, wie so, ich habe den Müll gerade rausgebracht, die Kinder machen Mittagsschlaf.

00:10:27: Als kleinen Treat steige ich mich jetzt die nächsten achtundzwanzig Minuten in die Backhand Geschichte ein, um mir selbst was Gutes zu tun.

00:10:34: Und ich glaube, in der Zeit, die, wir haben es letzte Woche besprochen, wir werden es nächste Woche besprechen, die so belastend ist, Kann ich mir gut vorstellen, es war ja diese Woche auch die Theorie für diesen Zwei-Tausend-Sechzehn-Trend, das plötzlich alle auf Instagram Bilder aus Zwei-Tausend-Sechzehn posten und man wieder so eine Sehnsucht hat in eine Zeit, in der Social Media unbeschwert war, in der die Welt auch noch ein Stück weit unbeschwerter war, Politik unbeschwerter war und man hat halt nur so eine gewisse, so ein gemisses Maß an Weltuntergangs-Szenario, das man selbst aushält.

00:11:07: und dann braucht man irgendwie im Kopf auch mal was anderes.

00:11:09: und ich glaube... dass diese Geschichte ein totales Fluchtmoment mal sein kann, so dass man sich da reinflieht und sich ein bisschen reinsteigert und sich vielleicht aus Schadenfreude, vielleicht aus Interesse, vielleicht aus Bestürztheit, mit was befasst, was nicht sofort atomare Kriege bedeuten kann.

00:11:28: Was ich an dieser ganzen Backham, ich scheue mich das Sager zu nennen, weil es das so ein bisschen ins lächerliche oder ins inszenierte wendet, was mich aber daran besonders interessiert ist, dass ich nach Weihnachten, eigentlich rund um Weihnachten vor allem aus dem amerikanischen TikTok umfällt, eine Vielzahl von viele Fachleute, manche nicht Fachleute eingespielt bekommen habe, die mit kurzen Reels, mit kurzen TikToks, manchmal auch relativ langen TikToks erklärt haben, warum es völlig in Ordnung ist, als erwachsene Person nicht mehr mit seinen Eltern zu sprechen, den Kontakt abzubrechen.

00:12:06: und dass das eigentlich etwas ist, was normal sein sollte unter den Bedingungen, die die Eltern anbieten.

00:12:12: Das war für mich ein Hinweis darauf, dass wir hier so einen generationalen Konflikt fast haben.

00:12:20: Und diesen generationalen Konflikt, den habe ich auf mehrere Weisen gut verstehen können.

00:12:27: Ich glaube nämlich schon, dass die Welt von heute einen Einfluss darauf hat, wie man zum Beispiel so ein Familiennukleus erlebt.

00:12:35: Und vor allem, wie man auch die Eltern und deren Umgang mit Konflikten, deren Umgang mit der Welt, deren Umgang vielleicht auch mit eigenen Kindern anfängt, nachzuvollziehen oder eben nicht nachzuvollziehen.

00:12:47: Also ich glaube, dass der Backham-Konflikt so ein bisschen prototypisch dafür steht, dass gerade vergleichsweise viele erwachsene Kinder mit ihren Eltern anfangen zu hadern, den Kontakt abzubrechen, zu fragen, was da los ist und was das eigentlich alles soll.

00:13:04: Ich habe

00:13:06: ganz liebe Grüße an die Hörerinnen.

00:13:07: vor ein paar Wochen den Vorschlag bekommen von der Hörerin, die meinte, ey, wollt ihr nicht mal über dieses Thema reden.

00:13:13: Es ist so ein bisschen spezieller, vielleicht gibt es ja mal einen Aufhänger, jetzt ist dieser Aufhänger da.

00:13:17: Dysfunktionale Familienmodelle und wie kann man sich lösen von den eigenen Eltern oder der Familie oder einer Geschichte, die einen belastet?

00:13:25: und wie kann man trotzdem irgendwie ein glückliches Leben führen und vielleicht auch trotzdem glückliche Eltern sein.

00:13:30: Und ich fand es immer super speziell und dachte mir so ein bisschen, hm, weiß ich nicht, was hat es mit News zu tun, aber ich finde jetzt, und ich hätte es wahrscheinlich nicht mal besprochen, wenn es nicht auch noch Prince Harry gäbe, aber ich finde es schon interessant, dass durch irgendwie diese Nähe durch Social Media man in den letzten Jahren oft einen Einblick hatte, und das würde ich sagen, war schon bei dem Crash-Out von Prince Harry so.

00:13:52: dass du plötzlich Statements aus verschiedenen Richtungen hattest und alle Leute irgendeine Meinung dazu hatten, da ja oft dann auch so patriarchale Meinungen mit dabei sind.

00:14:02: Irgendwie ist in allen Fällen immer die Frau schuld.

00:14:04: Bei Fritz Harry war das damals die böse Megan, die ihn von seiner Familie weggezogen hat oder wahlweise die Intrigante Kate Middleton.

00:14:12: Die Brüder haben sich aber geliebt und waren ja immer schon eng und so.

00:14:15: schade, dass diese Beziehung jetzt kaputt ist.

00:14:18: Und jetzt sieht man das auch wieder bei dem David Beckham Brooklyn Beckham.

00:14:22: Fall, es sind eben nicht die beiden, sondern am Ende ist es, es gibt eine Theorie, dass es Victoria ist, die zu speziell ist und die andere, ich sage es mal Haupttheorien, es gibt schon viele auch Side-Theorien, aber die Haupttheorien ist die neue Frau oder die Mutter sind schuld.

00:14:35: Und das finde ich unter dem Aspekt interessant, weil ich auch glaube, egal wie wir das heute besprechen und ich will es nicht in so ein Hobbypsychologie, sie sehen reinkommen, aber ich glaube, dass unser liebster Begriff oder mein liebster Begriff die Ambiguitätstoleranz, dass man ihnen mehr Deutlichkeit zulässt, In so einem Fall, auch wenn es ein bisschen spielverderberisch ist, da ich glaube, dass darin die Antwort liegt und ich glaube, dass diese ganzen Internettheorien, dass Leute so in einem Reel in irgendwie eine Minute dreißig erzählen, warum sie glauben, dass das ja alles nur bei Victoria Beckham oder eben seiner neuen Frau Nicola Pelz legen kann.

00:15:13: Ich glaube schon, dass man da reingehen kann und ein bisschen den Verstand reinbringen kann, weil ich wirklich auch glaube, dass es nicht die letzte öffentliche, familiäre Beziehung, die hier oder der Bruch ist, den man hier bespricht, dadurch, dass eben Social Media so nah ist.

00:15:30: Und wir heute ja nicht nur von den Kardashians, sondern auch von deutschen Familien teilweise.

00:15:36: Und ich will noch nicht mal sagen jetzt die Ochsenknechtz-Kardashians-Bla, sondern ich kenne das auch von Familien aus unserem privaten Umfeld, wo du weißt, da haben irgendwie alle Social Media.

00:15:46: Man kennt vielleicht auch, die stehen so halb in der Öffentlichkeit, in der Dorfstruktur ist es ja auch so, dass es so Familien gibt, wo man alle Charakter so ein bisschen kennt.

00:15:53: und wenn dann was passiert, dann werden die Ohren plötzlich groß, weil man sich denkt, was passiert denn da genau?

00:15:58: Was ist denn bei denen eigentlich los?

00:16:00: Ja, ich glaube auch, dass Öffentlichkeit, da können wir auch noch tiefer reingehen, hier einen sehr, sehr wesentlichen Faktor darstellt in diesem Streit.

00:16:09: Nicht nur, weil das Brooklyn Backham so eindeutig und so plastisch beschreibt, sondern auch, weil hier mit diesem, ich sage mal, mit dem System Backham

00:16:22: dass

00:16:23: David und Victoria nicht nur aufgebaut haben, sondern man muss auch so sagen, erfolgreich aufgebaut haben.

00:16:27: Erfolgreich hier im Sinne von wirtschaftlich erfolgreich, vom Stadtfinden her erfolgreich, vom Image her erfolgreich.

00:16:33: Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Fußballer, egal wie gut der war, auch noch zwanzig Jahre nach seinem Karriereende, immer noch intensiv im Gespräch ist, ebenso genau das Gleiche gilt für eine Sängerin, auch egal wie erfolgreich sie ist, gerade bei Leuten, die irgendwann aufhören, das zu tun, wofür sie berühmt sind.

00:16:51: Bei denen ist es nicht selbstverständlich, dass sie danach noch im Rampenlicht stehen.

00:16:56: Und ich glaube, dass es ein Teil der Problematik, der so ein bisschen ausgeblendet wird, diese Angriffe von Brooklyn Backham auf seine Familie, die lesen sich im Detail nachvollziehbar, wenn man auch dazusagen muss, na ja, an manchen Stellen, wie ich sage, ja, wenn das jetzt das Schlimmste ist, was du ausgegraben hast, bin ich mir nicht so sicher, ob man das so von außen so leicht nachvollziehbar macht, aber er schreibt, er hat keine Unterstützung von... Insofern würde ich sagen, ja, das ist damit schon belegt.

00:17:21: Das wäre ein Beispiel, den ich jetzt nicht gebracht hätte.

00:17:23: In seinem Statement steht zum Beispiel, dass seine Mutter nicht wollte, dass sie dabei ist bei so einer Benefizveranstaltung für verstoßene Hunde.

00:17:31: Würde ich sagen, ja okay, das der wichtigste Grund ist für einen großen...

00:17:34: Die wurde seiner Frau organisiert worden.

00:17:35: Ihm schreibt schon dazu, es war der eine Mal, dass ich meine Mutter gefragt habe, ob sie damit seine Frau unterstützen kann und sie hat halt nein gesagt.

00:17:45: Ich glaube... Ja, ich hatte bei diesem Lesen dieses Briefes total das Gefühl, es geht nicht um die Sachen, die da drin stehen.

00:17:52: Es ist ein größeres Gefühl.

00:17:54: Es ist eben nicht nur diese eine Sache, die man vielleicht isoliert sich ansieht und sich denkt, ja, so schlimm ist es doch jetzt nicht, sondern da ist für mich erstmal ein Kind das super enttäuschtes von seinen Eltern und traurig ist.

00:18:11: irgendwie so versucht der Öffentlichkeit, was zu sagen.

00:18:14: Und ich weiß gar nicht, ob der noch an Erklärung mit den Eltern interessiert.

00:18:17: Das glaube ich gar nicht unbedingt.

00:18:19: Sondern das ist was, das hat man die letzten Monate beobachten können.

00:18:23: Der wurde einfach von der ganzen Welt nicht mehr in Ruhe gelassen.

00:18:26: Und das ist so ein bisschen die Geister, die ich rief, aber um echt zu sein, die Geister, die meine Eltern riefen, weil der in Großbritannien geborene Brooklyn oder lebende Brooklyn dann zu seiner Frau nach Amerika zieht.

00:18:39: Die mussten beide ihre Kommentarspalten die letzten Monate ausmachen, weil einfach unter jedem random Bildstand kommen zurück zu deiner Familie, trennen dich endlich von deiner Frau oder bei der Frau, dann man sieht dir schon im Blick an, wie intrigant du bist.

00:18:54: Und Sachen, wo man sich denkt, er ist ja nicht David Beckham, sondern er ist ein junger Mann, er ist sechsundzwanzig Jahre alt, der gerade versucht, so sein Leben aufzubauen, seine Karriere aufzubauen, er kocht gerne, macht so Kochvideos immer wieder, zu halb Interview, halb Kochen.

00:19:09: Wenn du nichts mehr machen kannst, ohne auf deine Familie, deine Eltern und so familiär Konflikte angesprochen zu werden und ja abgesprochen wird, dass du eine richtige Entscheidung für die Liebe deines Lebens, was dir ja offensichtlich für ihn ist, getroffen hast, dann kann ich schon verstehen und so habe ich dieses Statement gelesen erstmal, dass man sich dagegen wehrt und sagt, stopp mal, ich möchte jetzt kurz zu der Variante, die ihr die ganzen Monate unter meine Bilder schreibt, was sagen, weil das einfach nur Vermutungen sind, die außer aus seiner Sicht.

00:19:37: Das sagt er ja sehr klar, dem Statement nicht der Wahrheit entsprechen.

00:19:41: Also bevor wir jetzt auf diese einzelnen, ich sage es mal, Aussagen in seinem Statement kommen, weil die ja sehr, die öffnen ja sehr viele Probleme, auf die man jetzt nicht speziell bei dieser Familie sieht, sondern bei vielen Leuten miterlebt oder sich vielleicht auch als Eltern einfach fragt, wie kann man das selbst umschiffen, solche Probleme.

00:19:59: Ich finde, dass wenn man diesen ganzen Brief so liest und das Gefühl mitnehmen möchte, dass da ein Kind ist, dass in irgendeiner Form sich löst und dann sind wir am Ende irgendwie bei Freude.

00:20:14: und bei Erwachsenwerden ist Vatermord.

00:20:16: und da ist jemand, der gerade versucht, erwachsen zu werden und eine eigene Familie, eine eigene Identität aufbaut und traurigerweise dafür entschieden hat, dass er mit der Familie in der er groß geworden ist, so nichts mehr zu tun haben kann.

00:20:36: mir überlegt, ob es Hinweise darauf gibt, dass das jetzt ganz neu ist, besonders häufig, ob so ein Verhalten von allen Beteiligten jetzt bloß erst ans Tageslicht kommt, weil man ja bei ganz vielen Trends in Anführungszeichen, die über soziale Medien bekannt werden, den Eindruck hat, das gab es früher aber nicht.

00:20:54: Das ist manchmal so eine Normalreaktion und es scheint so zu sein, dass es gar nicht ganz klar ist, ob das inzwischen viel mehr geworden ist.

00:21:04: Aus dem einfachen Grund, weil solche sogenannten Estrangements in der Familie erst seit vergleichsweise kurzer Zeit untersucht werden mit einer statistischen Datenbasis, die vergleichbar ist.

00:21:16: Das ist überhaupt erst seit den Achtzigern und Neunzigern so, dass Forschende fragen, gibt es sowas?

00:21:23: Wie kann man das greifen und wie kann man das vor allem vergleichbar machen?

00:21:27: Das heißt, Es kann gut sein, dass diese Familienmechanismen, das sogar sehr wahrscheinlich, schon sehr lange, sehr intensiv so bestehen.

00:21:33: Aber A, reden wir inzwischen öffentlich viel mehr darüber, vor allem durch soziale Medien, deswegen wird es sichtbarer.

00:21:39: Und B, ist es darüber reden natürlich auch immer ein Moment, wo man sich entscheiden muss.

00:21:43: Wenn man einfach nicht über etwas redet in der Öffentlichkeit und sei es nur in einer dörflichen Öffentlichkeit oder in sozialen Medien, dann ist es ja häufig was unausgesprochenes.

00:21:53: Aber in dem Moment, wo es was ausgesprochenes ist, in dem Moment auch, wo solche Mechanismen, das zitiert ja auch Brooklyn Beckham, Wo man sich gegenseitig blockt und man sieht, ah, der folgt ja nicht mehr.

00:22:01: Da ist er plötzlich in so einem Verhältnis, eine Öffentlichkeit, die vorher nie da gewesen wäre.

00:22:06: Und dadurch scheint es sehr viel stärker an die Oberfläche zu kommen, das was eigentlich schon lange bodelt.

00:22:14: Aber ich finde wirklich, also ich meine es gibt diese Stories aus der Bibel, es gibt diese Stories aus dem Mittelalter, aus dem Königsfamilien, also jede Form von Dokumentation beinhaltet, also familiäre Dokumentation beinhaltet genau diesen Konflikt und ich würde sagen, dass es eine der ältesten, die es überhaupt gibt und freut, finde ich, hat es ganz schön zusammengefasst, so mit dem größerwerden Pubertät und dieser innere Konflikt von das Kind muss sich von den Eltern lösen, um erwachsen werden zu können, eine eigene Identität aufzubauen.

00:22:44: Im besten Fall redet man danach noch miteinander.

00:22:46: Ich würde schon sagen, dass das eine Sache ist, die so viele Menschen betrifft, durch die einen besser, die anderen schlechter durchkommen.

00:22:53: Auch jetzt ist die Frage, was heißt da besser und schlechter durchkommen?

00:22:56: Dass ich sagen würde, ich finde, es ist irgendwie so gar kein neues Lied.

00:23:01: Es ist eben das alte Lied.

00:23:02: Und auf der anderen Seite ist es aber trotzdem halt so spannend, weil man ja im Kopf vielleicht wir ein bisschen weniger, weil wir irgendwie wissen, wie Öffentlichkeit funktioniert und wissen, dass es nicht automatisch immer bedeutet.

00:23:15: Bei allen, die auf Instagram sind, ist es perfekt und bei allen anderen nicht.

00:23:19: Ich glaube aber, dass das viele Leute haben, dass viele Leute sich denken, hey, die haben doch alles, die sind ultrareich, die sind alle voll schön.

00:23:26: und dann sind die noch so eine glückliche Familie.

00:23:28: und wieso haben die jetzt so Probleme?

00:23:30: Vor allem, wenn man sich dann die Probleme anhört und sich denkt, ja, gut, das sind halt gar keine richtigen Probleme.

00:23:33: Ich habe diese Woche so ein Take gesehen von einem, der meinte, ein schwarzer Influencer, der meinte, sorry.

00:23:40: Schwarze Mütter machen sowas nicht.

00:23:41: Das isn't white people problems, die der da sagt, dass Victoria Beckham da nicht auf so eine Hunde gala gehen will und man ist seiner Mutter doch dankbar.

00:23:49: und so, wo ich mir denke.

00:23:51: Ja, ich verstehe den Take.

00:23:54: Ich finde aber auch und das lernen wir in den letzten Jahren auch total, dass viele Mikro-Kids sagen, ich habe kein gutes Verhältnis zu meinen Eltern.

00:24:01: Das ist durch Sprachbarrieren, durch Flucht, durch größere Probleme so existenziell bedroht gewesen, dieses Verhältnis, dass es eben kein gutes ist und ich leide darunter und ich habe da irgendwie einen Trauma, dass ich nicht richtig verarbeitet habe.

00:24:16: und deswegen würde ich sagen, dieses Geld euch doch alle nicht so andingen.

00:24:21: ist keine moderne Form von, wie schauen wir auf, die Probleme andere Menschen ohne zu gucken, sind es tatsächlich Probleme.

00:24:29: und das bringt mich eigentlich auch gleich zu dem ersten Beweistück

00:24:32: a.

00:24:33: Das alle im Internet ist ja so ein bisschen Meme geworden.

00:24:35: Brooklyn Beckham wirft seiner Mutter Victoria vor, dass er bei seiner Hochzeit um seinen Hochzeitstanz mit seiner Frau gebracht wurde und Victoria wurde irgendwie dann so mit dem Moderator der Hochzeit angesagt und es wurde auch gar nichts über Nikola gesagt.

00:24:52: Die Frau, es war nur so eine Umarsch an eigentlich so ein bisschen dieser Vorwurf, der Sohn wird gerade mit der Mutter verheiratet und dann sagt Brooklyn, dass er Ein Tanz mit ihr hatte mit Victoria, der sehr unangebracht war aus seiner Sicht.

00:25:06: Er hat sich geschämt.

00:25:07: Er fand, es war eine Bloßstellung vor den Hochzeitsgästen.

00:25:10: Er fand, dass die Mutter ihn sehr unangebracht angetanzt hat.

00:25:15: Da gab es jetzt ganz viele Meme so, dass Leute gesagt haben, wir wollen das Video sehen, die Leute sollen mal auf ihre NDAs an der Hochzeit scheißen und das Video jetzt endlich hochladen.

00:25:23: Wir wollen sehen, wie schlimm der Tanz ist.

00:25:25: Und ich finde, auch wenn ich natürlich auch verstehen kann, ich würde es auch gerne sehen.

00:25:28: Also so ehrlich kann man ja sein, dass man sagt, aus Entertainmentgründen will man das jetzt sehen.

00:25:32: Auf der anderen Seite finde ich, macht es halt genau den Fehler, dass man sich denkt, man kann bewerten, wie schlimm das Leid von Leuten ist, um ihn dann sagen zu können, na so schlimm war der Tanz doch gar nicht.

00:25:42: Und darum geht es ja nicht, sondern es geht ja eigentlich darum, Dass man einem Kind zuhört, er sagt, ich habe mich nicht sicher gefühlt an meine Hochzeit, weil meine Mutter sich so verhalten hat, dass ich mich dafür geschämt habe.

00:25:53: Und dann ist es ja nicht wirklich wichtig, wie sehr, also wenn er das jetzt nicht erfunden hat, was er nicht erfunden hat, glaube ich, fast war kurz nach der Hochzeit, waren schon überall zwar keine Videos, aber Gerüchte, dass dieser Tanz wohl auch für alle anderen im Raum nicht wahnsinnig angenehm war.

00:26:08: Aber wenn wir das annehmen, dass er das nicht erfunden hat und dass er sich damit unwohl gefühlt hat, dann ist es doch egal, was auf diesem Video zu sehen ist.

00:26:14: Weil es geht ja am Ende darum, dass ein Kind sich von seiner Mutter hier vielleicht behandelt fühlt.

00:26:18: Ja, in dem Kontext war ich interessant, dass die Daily Mail jetzt nicht unbedingt die zuverlässigste Quelle der Welt, aber vielleicht in solchen Dingen dann doch zumindest zitierbar die Daily Mail sagt, dass Brooklyn... der alleinige Inhaber dieser Videos sei.

00:26:33: Das heißt, er kann alleine darüber bestimmen.

00:26:35: Alle mussten ihre Handys abgeben.

00:26:36: Es wurden keine Aufnahmen irgendwie nicht nur erlaubt, sondern es wurden offenbar auch keine Aufnahmen von anderen gemacht, weil darauf genau sehr sehr präzise geachtet wurde.

00:26:43: Es gibt aber ein Video davon, das er aber auf gar keinen Fall veröffentlichen möchte, um das nicht nochmal zu durchleben.

00:26:48: Diese Demütigung.

00:26:49: Und er, wenn er das als solche Demütigung beschreibt, finde ich wie du, da muss man das nicht nur ernst nehmen, sondern dann muss eigentlich als allererstes sich des Eltern paar Fragen.

00:27:00: Wie kann es eigentlich passieren, dass der Tag, den man ja vielen Erzählungen ist, das so als den schönsten Tag im Leben betrachten will, dass der von den Eltern offenbar auf so vielfältige Weise ruiniert worden ist?

00:27:14: Eltern hier mit dem Sternchen hauptsächlich Mutter Victoria.

00:27:18: Die Erzählungen crashen da ein bisschen aufeinander.

00:27:21: Und bei dem Tanz, würde ich sagen, das geht schon sehr in Richtung.

00:27:25: hier, hat Victoria etwas Schwieriges gemacht, aber bei vielen anderen Punkten.

00:27:29: sehe ich total, dass das nicht so leicht ist, zu sagen, na klar, okay, jetzt ist ja alles klar.

00:27:34: Ich glaube, hier crashen einfach zwei Systeme und zwei Wahrnehmungssysteme aufeinander, zwei Familiensysteme.

00:27:41: Das

00:27:41: dachte ich mir auch als Mama, die das immer wieder so gelesen hat, diese ganzen Situationen, die er da so aufzählt.

00:27:47: Und ich dachte mir so, selbst bei dem Hochzeitstanz, also ich als Mutter träume irgendwie auch davon.

00:27:52: So mit meinen Söhnen an ihrer Hochzeit zu tanzen.

00:27:55: Jetzt nicht, weil ich dann denke, ich heirate die oder so.

00:27:58: Das ist doch ein schöner Tag.

00:27:59: Und das für den schöner Tag ist ja so ein bisschen wie wahrscheinlich so, dass viele Frauen davon träumen, irgendwie mit ihrem Papa an der Hochzeit zu tanzen, wenn das für sie eine wichtige Person im Leben ist.

00:28:08: Und denen das dann einfach wichtig ist und ich finde, dass das erst mal eine Situation sein kann, die Jako existieren kann zu, deswegen ist der Brautanz nicht weniger wichtig mit Braut und Bräutigam.

00:28:19: Auch wenn wir beide jetzt nicht so krasse Hochzeits, wir sind verheiratet, aber wir sind jetzt nicht so krasse Hochzeitspersonen.

00:28:24: Trotzdem, finde ich, kann man auch, wenn man das jetzt nicht ist, sich ja so ein bisschen in die Welt von denen reinbegeben, um das verstehen zu wollen.

00:28:31: Und die haben danach, also erst mal hatten die irgendwie drei Verlogungsfeiern, die haben beide super früh geheiratet, was ja auch so eine sehr aktive Entscheidung ist, wenn man das so früh macht, dann ist es einem ja vielleicht irgendwie dann doch wichtig.

00:28:42: Die haben danach sogar noch mal eine zweite Hochzeit gemacht, weil in ihren Augen diese Hochzeit so schlimm gelaufen ist und vor allem für sie so sehr auch nicht in ihrem Sinn war, dass sie danach noch mal ohne die Backhams geheiratet haben, wo man ja auch, weil sie gesagt haben, sie wollen noch mal die Chance haben, diesen Tag für sich noch mal schön zu erleben.

00:28:59: Und es kann man sagen, hey, das haben die alles nur gemacht, um den eins auszuwischen.

00:29:03: Oder man sagt, ja, gut, dann ist vielleicht einfach dieser Hochzeit wichtig und den ist wichtig, dass dieser besondere Tag in dem Leben für sie ein besonderer Tag ist.

00:29:10: Und das war das anscheinend nicht.

00:29:12: Das sind alles so Punkte, von denen ich mir denke, ja, ich verstehe schon, wenn Leute das mit ansehen und sich denken, sorry, und was ist jetzt genau das?

00:29:20: Das sind alles, ihr seid wohlstandsverwahrlos, ihr habt hier Probleme, die keine sind.

00:29:25: Bitte, kommt mal einen, macht mal ein Tag Praktikum im echten Leben, weil das hier ist wirklich weit davon entfernt.

00:29:30: Ich verstehe das.

00:29:32: Aber es scheint ja trotzdem sehr viele Menschen zu interessieren und es ist ja nicht so, weil sonst könnte man ja auch zum Schluss kommen, ja, gut, das sind hier Wohlstandsprobleme, alles klar, das interessiert uns nicht, aber es interessiert ja alle.

00:29:43: Und wenn wir dann mal kurz überwinden, dass das Wohlstandsprobleme sind, dann kann man sich ja, und das machen wir jetzt in dieser Folge, sich mal ein bisschen auf diese in Anführungszeichen Probleme einlassen.

00:29:53: Ein paar Videos veröffentlicht, wo sie über dysfunktionale Familien und die verschiedenen Rollen darin versucht, eine Interpretation nicht nur der Geschehnisse, sondern auch dieser ganzen Konstellation herzustellen.

00:30:24: Und das, was sie, man muss sagen, diagnostiziert, sie ist eine ehemalige Grundschullehrerin und wie gesagt, lizenzierte Family Coaching, was sie beschreibt, das macht sehr verständlich.

00:30:36: warum es in dieser ganzen Konstellation nicht zwingend irgendwie sowas wie gut und böse geben muss, sondern dass zwei Familiensysteme mit unterschiedlichen Interessen und auch vor allem mit unterschiedlichen starken Frauen, die diese Familiensysteme zusammenhalten wollen, aufeinander crashen, aufeinander prallen.

00:30:54: Weil ganz am Ende ist es relativ offensichtlich, es gibt mit Victoria Beckham eine Frau, das hat man in der Doku sehr, sehr gut gemerkt, die sich verantwortlich fühlt und es natürlich irgendwie auch ist, das Familiensystem Backham zusammenzuhalten.

00:31:09: Und zwar gegen alle Wirigkeiten, da kann man sich vorstellen, dass die britische Presse, die bekannte Yellow Press, dass die von außen für so eine Familie, Stichwort Privacy, eine Katastrophe sein kann.

00:31:19: Das heißt, wenn Brooklyn Backham davon spricht, hier ist irgendwie was inszeniert worden, dann könnte Victoria entgegnen.

00:31:26: Ja, weil sonst die Presse uns zerfleischt.

00:31:29: Wenn sie irgendwas erfährt, was nicht so ganz in deren Muster reinpasst, dann haben wir hier über Wochen und Monate eine katastrophale Belagerung von irgendwelchen Paparazzi.

00:31:38: Insofern, das ist die eine Situation, wo man sagen kann, auf der Seite Backham, das ist jetzt nicht Boshaftigkeit oder Schwierigkeit, wenn auch ein paar von den Sachen, die Victoria getan hat, sagen wir mal, auf den ersten Blick fragwürdig scheint.

00:31:50: Und auf der anderen Seite... ist eine Frau ein bisschen älter als Brooklyn, wirtschaftlich extrem unabhängig, weil ihr Vater Milliardär ist, dann aber wieder durch die Vaterkonstellation, nicht so unabhängig von der eigenen Familie muss man dazu sagen, auch die kommt aus einem Familiensystem und es offenbar, so sagt die Coaching, dass er in so einer selbstbewussten, nach außen behauptenden, mit einem großen Selbstvertrauen ausgestatteten System unterwegs Während das Backham-System eher so auf Abschirmung und Inszenierung aus ist.

00:32:20: Und da gibt es so ein Crash zwischen den Systemen, was diese Coaching auf Instagram ziemlich interessant und eindrucksvoll skizziert.

00:32:27: Ja, was ich an diesem Bild so mochte, war, dass sie einfach so nicht werdend erklärt hat und gesagt hat.

00:32:32: Hier gibt es zwei Familiensysteme mit unterschiedlichen Werten.

00:32:35: Und Brooklyn muss es jetzt ja irgendwie schaffen.

00:32:38: weil das eine ist Vergangenheit, das andere ist Zukunft.

00:32:41: So, sie hat so zwei Häuser aufgezeichnet.

00:32:43: Sie hat einmal das Haus Becken und einmal das Haus Pelz aufgezeichnet.

00:32:45: Und hat gesagt, dieser Mann versucht immer so zwischen diesen beiden Häusern zu wandeln und muss ja aber in beiden irgendwie existieren können.

00:32:54: Und aus ihrer Sicht, sie hat so verschiedene ... Typen, dass es eben so für dysfunktionale Familien gibt es so bestimmte Rollen, die Kinder einnehmen, wo das dann eigentlich nur in der Dysfunktionalität enden kann, zum Beispiel bei dem Golden Child.

00:33:08: Also das Kind, der der kleine Prinz ist, sind oft die Erstgeborenen.

00:33:12: Man steckt alle Hoffnungen, die allen stolz, aber im Umkehrschluss haben die dann auch dürfen nicht scheitern, müssen eben auch dann So ein bisschen diese Prophezeiung, das Kind soll später mal die Mutter heiraten oder eine Frau, die der Mutter sehr nahe kommt, weil man so sein eigenes Leben in diesem Kind noch mal durchleben will.

00:33:29: Das ist das Goldenscheid.

00:33:30: Sie diagnostiziert das bei Brooklyn Beckham.

00:33:32: Es gibt da noch so verschiedene andere Typen.

00:33:35: Die verschiedenen Typen der sechs häufigsten oder häufigen, sie nennt das ungesunde Familienrollen von Kindern sind, der Held oder die Heldinnen der Sündenbock.

00:33:47: Das verlorene Kind, das Maskottchen, der verantwortliche, die verantwortliche und das Golden Child, die Namen sind einigermaßen selbsterklärend und beziehen sich immer auf die Funktionen, die Kindern in dysfunktionalen Familien zugeschrieben werden, mit der sehr, sehr schwierigen Einschränkung, dass das Nichtrollen sind, die A freiwillig vergeben werden und die B vor allem häufig, auch wenn manche so positiv daherkommen wie Golden Child, hört sich ja erstmal nicht negativ an.

00:34:14: dass sie mit sehr strikten Rollen und Funktionen verbunden sind.

00:34:17: Und den Moment, wo man die verlässt, wird man sofort verstoßen oder abgestraft oder unter Druck gesetzt.

00:34:23: Und auch das beschreibt ja Brooklyn sehr, sehr intensiv, wie er unter Druck gesetzt worden ist.

00:34:28: Deswegen, glaube ich, fand ich, das so interessant, weil sie es jetzt ja nicht irgendwie so die Sigmund freut unserer Zeit, aber ich fand, die war so klar in diesen Rollen und in dem, was passiert und was passiert, das und was passieren wird, dass ich dachte, es lohnt sich, das heute mal zumindest im Podcast zu besprechen.

00:34:40: Ihr könnt euch das ja auch mal ansehen.

00:34:42: weil sie relativ klar gesagt hat, sie glaubt, dass er dieses Goldenscheid ist.

00:34:46: Im Gegensatz jetzt beispielsweise zum Sündenbock.

00:34:48: Beim Sündenbock ist es so, dass den Kindern gesagt wird, ohne dich wäre alles besser.

00:34:52: Du bringst hier immer Streit rein.

00:34:54: Du bist das störende Kind.

00:34:55: Du nervst uns alle.

00:34:56: Wenn du nicht so anstrengend wärst, dann wäre alles in Ordnung.

00:34:59: Dann wären wir die glückliche Familie.

00:35:01: Und ähnlich wie beim Sündenbock ist es auch beim Goldenscheid, aber anders so, dass die Kinder irgendwann keinen Ausweg mehr darin sehen, ihr Erwachsenenleben kompatibel zu halten mit diesem... mit dieser Rolle, die sie im Familienkonstrukt haben.

00:35:16: Sie macht es daran fest, dass Brooklyn zum Beispiel sagt, dass er in der Schulzeit sehr unter Druck stand und das nicht gut hinbekommen hat aus seiner Sicht, aber damit niemanden drüber reden konnte, weil er ihn niemanden zur Last fallen wollte, weil seine Aufgabe ganz klar war, zu glänzen.

00:35:29: Ihm hat das Leben leicht zu fallen, er ist doch der Stolz der Familie und und und.

00:35:33: Und sie sagt, dass es nicht untypisch ist, dass sich solche Kinder dann oft starke Partner suchen, sich immer für eine starke Beziehung entscheiden, weil das ihr, sag ich mal, Weg nach außen ist und sie es dann nicht schaffen zwischen diesen zwei Häusern zu wandeln, weil in dem Vergangenheitshaus, in dem Backham-Haus eben verlangt wird, dass er eine Rolle einnimmt, die er nicht mehr einnehmen möchte, unter der er leidet, den er verletzt, die für ihn schlimm ist.

00:36:03: Und Er hat es ja dann schon im neuen Haus gelernt und wird im neuen Haus auch so behandelt und kriegt es dann irgendwie unvereinbar hin, dann in seinem alten Haus sich noch zu bewegen.

00:36:13: Ich fand es so interessant, weil ich schon seit längerer Zeit einem Rabbi aus New York folge.

00:36:18: Es ist ein ganz süßer Account, der erzählt immer wieder so, was es so für Probleme in seiner Gemeinde gibt.

00:36:24: Und ich irgendwie finde ich das also schön zu hören, weil oft ist dieselbe Erkenntnis, wie ich halt dann halt auch hier hab im Familienleben, dass es dann um so Probleme geht, die man selber auch hört.

00:36:35: Und deswegen höre ich ihm gerne zu, der erzählt dann immer so, was dann so los ist in seiner Gemeinde, mit was die Leute so zu ihm kommen.

00:36:40: Und der ist so ein kleiner, wie so ein Problemlöser dann für seine Gemeinde.

00:36:45: Und die Leute kommen da an und es gab halt einen Real, wo er erzählt hat, dass ihn immer wiederkehren.

00:36:50: Das Problem in seiner Gemeinde ist, dass ältere Gemeinde Mitglieder kommen, Eltern kommen, die sagen, mein Kind hat den Kontakt zu mir abgebrochen.

00:36:57: Das will nichts mehr mit mir zu tun haben.

00:36:58: Und ich leide da mit drunter, was kann ich tun?

00:37:01: Und er erzählt, dass er dann immer mit diesen Gemeindemitgliedern redet und sagt, ich kann kein universelles Allheilmittel für dieses Problem geben.

00:37:12: Aber wenn du wirklich daran interessiert bist als Eltern, dass dein Kind noch was mit dir zu tun haben, weil kein Kind möchte den Kontakt zu den Eltern abrechen.

00:37:22: Jedes Kind möchte erstmal in einer heilen Familie aufgewachsen sein und in dieser Familie bleiben.

00:37:27: Das heißt, es ist nicht automatisch so, dass man sagt, zu erwachsen werden gehört, dass man nichts mehr mit seiner Familie zu tun hat, sondern nur in der dysfunktionalen Familie ist es so.

00:37:35: Er meinte, was er den Leuten dann immer rat, ist, wenn dein Kind nichts mit ihr zu tun haben will, dann hat es entschieden, dass es sich nicht sicher in deiner Gegenwart fühlt.

00:37:46: Was kannst du tun?

00:37:47: Frag dich, was du tun kannst, dass dein Kind sich sicher fühlt.

00:37:51: Und er erzählt dann eben, dass es da Eltern gibt, die natürlich keine Eltern wollen aktiv Fehler machen, aber für die Eltern, die das dann versuchen, den Kontakt mit ihren Kindern aufzunehmen und sich fragen, was kann ich denn tun, wie vorsichtig kann ich dann sein, dass man Kind sich sicher fühlt, größere Chancen haben, wieder Kontakt zu ihren Kindern zu haben und dass die, die sagen, hey, nee, weiß ich jetzt eben nicht, dann halt auch die sind, die dann in dieser Trotzigkeit oft alleine sterben.

00:38:21: Und das ist ein Punkt, Den finde ich schon interessant, weil der ja auch sehr bezeichnend für das ist, was bei Brooklyn und dieser Familie gerade passiert.

00:38:29: Ja, und eben nicht nur bei Brooklyn und dieser Familie, diese Berichte des Rabbi, das, was man über soziale Medien mitbekommt, auch was man über verschiedene mediale Annäherungen das Thema mitbekommt.

00:38:42: Das habe ich mal versucht, nachzuvollziehen, was einfach die Statistik angeht.

00:38:45: Das ist einerseits für Deutschland, da gibt es eine sehr interessante, sehr viel zitierte Studie.

00:38:50: Die ist veröffentlicht worden von Oliver Arans Becker und Carsten Hang.

00:38:56: Die heißt, Adult Children's Enstrangement von Parents in Germany.

00:39:00: Estrangement ist auch auf Deutsch so genannt, tatsächlich das Fachwort genau dafür.

00:39:05: Das wird erst seit gut twenty-fünf Jahren intensiver untersucht.

00:39:10: Und deren Ergebnisse aus dieser Studie jetzt auf Deutschland bezogen sind, wie ich finde, schon ziemlich krass, was die Größenordnung angeht.

00:39:19: Die haben empirisch den Kontaktabbruch versucht zu messen.

00:39:25: Also reale Kontaktabbrüche oder extrem geringe Kontaktfrequenz.

00:39:29: Sie haben nicht ausdrücklich, nicht emotionale Distanz mit einbezogen.

00:39:32: Dazu gibt es eigene Zahlen.

00:39:34: Und die schreiben, dass zwanzig Prozent der erwachsenen Kinder eine Phase der Entfremdung vom Vater in ihrem Leben durchmachen und neun Prozent eine Phase der Entfremdung von der Mutter.

00:39:46: Für Großbritannien gibt es sogar Studien, die diese emotionale Distanz mit einbeziehen.

00:39:52: Und da gibt es einzelne Werte, die bis fünfzig Prozent der erwachsenen Kinder hochgehen, die auf die ein oder andere Art eine Entfremdung von den Eltern erleben.

00:40:02: Ich finde das so interessant, weil wir auch gerade meinen besten Freund über die Feiertage da hatten, der ... Dozent in Italien ist und wir hatten so von so familiären Strukturen und er meinte, dass das auch in Italien in den letzten Jahren immer mehr kommt, aber da natürlich ein totales Tabuthema ist, weil das hier ein Land ist, das auch schon sehr in seiner DNA dieses familiäre Glück und die Familie hält, zusammen Ding drin hat.

00:40:25: Aber die Probleme scheinen da am Ende, genauso wie in Deutschland, wie in Großbritannien eben überall, ähnlich zu sein und sogar dann noch schlimmer für die Kinder, weil Das Sohn-Tabuthema ist, dass das Kind sich von den Eltern entfremdet, dass das einfach so wie verschwiegen wird in der Gesellschaft und ganz, ganz große Problematiken mit sich bringt, die vielleicht hier in unserem Land gar nicht Sohn-Thema sind, weil wir eh nicht so ein wahnsinnig familiäres La Familia-Edee von der Gesellschaft haben.

00:40:54: Ich finde es auf der einen Seite ultra befreiend zu hören, dass das bei den Backhamps genauso ist wie bei allen Familien auch, dass die Probleme haben, die alle Familien auch haben.

00:41:03: Und teilweise finde ich es aber auch, ich glaube, das sind so diese zwei Herzen als Mutter, die ja irgendwie dann auch drei Söhne bald eine Tochter hat, vier Kinder hat, auch beängstigend, weil ich schon finde, man gibt, wenn man sich für Kinder entscheidet, extrem viel Freiheit auf.

00:41:20: Das ist einfach so.

00:41:21: Wir sicherlich mehr als sollte die jetzt einen Kind haben, weil das irgendwie schneller größer wird im Sinne von, dass man nicht die ganze Zeit wieder einen kleinen Kind zu Hause hat und so.

00:41:30: Aber ich finde, selbst bei einem Kind ist es ja so, dass man so wahnsinnig viel von seiner Freiheit aufgibt für diese Idee, man zieht ein Kind groß und ich sehe darin schon auch eine Problematik, wenn man das jetzt nicht komplett selbstlos macht, sondern vielleicht denkt, ja dann habe ich im Alter nicht alleine oder dann kann ich sehen, wie meine Träume noch mal verwirklicht werden durch das Kind.

00:41:49: und es gibt ja total viele Ideen und Träume, die man als Eltern hat, aber die vielleicht auch ein bisschen gefährlich sind.

00:41:56: Ich kann verstehen, dass das eine wahnsinnige Enttäuschung dann auch mit sich bringt, wenn du so viel Liebe und Zeit in was investierst und das dir nach längerem Zeit sagt, ich habe aber, es ist für mich nichts wert, du bist für mich nichts wert, ich gehe jetzt, tschüss.

00:42:12: Und ich glaube, wenn man da nicht ein eigenes Leben hat und seine Existenz und seine ganze Personality nur aus der Existenz der Kinder zieht, dann stelle ich mir das wahnsinnig traurig für Eltern vor, zu sehen, ich habe so viel Liebe und Zeit und alle Ressourcen in dich gesteckt und du gibst mir jetzt nichts zurück, wenn man diese Anspruchshaltung

00:42:33: hat.

00:42:34: Ja, und gleichzeitig sind natürlich die Gründe, warum gibt es so ein Estrangement?

00:42:40: Warum gibt es eine Loslösung oder Entfremdungserfahrungen, heißt das dann in der Psychologie?

00:42:46: Wenn man sich die Gründe anschaut, dann... ist das schon ziemlich radikal, was dahinter steht.

00:42:52: Diese eben zitierten Fünfzig Prozent aus Großbritannien beziehen sich auf eine Psychologin namens Lucy Blake, Dr.

00:43:01: Lucy Blake, die als Psychologin genau das als Thema hat, wie Familienentfremdungen funktionieren.

00:43:09: Diese Fünfzig Prozent der emotional erlebten Entfremdung, die haben zum absolut überwiegenden Teil.

00:43:16: Und zwar, wir reden hier von fast achtzig Prozent.

00:43:18: Einen Hauptgrund.

00:43:20: Das ist nicht körperlicher Missbrauch, muss man dazu sagen.

00:43:23: Das ist natürlich ein extrem häufiger Entfremdungsgrund, aber das ist nicht der zahlenmäßig häufigste Grund.

00:43:28: Der zahlenmäßig häufigste Grund ist emotionaler Missbrauch.

00:43:32: Der liegt bei über siebenund siebzig Prozent der Fälle für die Entfremdungserfahrung.

00:43:38: Und das ist jetzt eine Zahl, die wissenschaftlich von einer seriösen, ernstzunehmenden Psychologin mit Schwerpunkt, Familienpsychologie in einer Studie herausgefunden wurde.

00:43:46: Ich finde es so interessant, wenn man das jetzt auf diesem Brooklyn-Fall anwendet, aber man könnte es auch auf diesem Prince Harry-Fall anwenden, dass da Kinder sind, die ja nicht sagen, ihr habt irgendwie Alkohol getrunken oder mich geschlagen oder sonst irgendwas getan, sondern es sind Kinder, die sagen, ich bin in dieser Situation, hätte ich auf gerne auf euch gezählt und ich wurde von euch enttäuscht und ihr habt mich alleine gelassen und ich fühle mich jetzt so alleine.

00:44:07: Es gibt ja auch diesen Spruch, das man sagt.

00:44:09: Erwachsene Kinder behandeln ihre Eltern, ihre alten Eltern, so wie die Eltern, die arg und wehrlosen Kinder behandelt haben.

00:44:18: Und wenn die Kinder schlecht behandelt wurden von den Eltern, dann ist es nicht unbedingt unwahrscheinlich, dass diese Kinder, weil sie es gar nicht anders kennen, die Eltern irgendwann so zurückbehandeln.

00:44:28: Und das, was Brooklyn da in diesem Brief beschreibt, ganz lange, sind ja ganz viele Momente.

00:44:33: Es gibt zum Beispiel auch so eine besondere Stelle, wo er beschreibt, dass er an seiner Hochzeit die beiden Nennys oder irgendwie Babysitterinnen von seiner Frau und ihm gerne bei denen am Tisch sitzen lassen wollen, weil die keine Partner haben und die Familien hatten jeweils dann noch ihre eigenen Tische, also die Eltern von ihnen.

00:44:52: und dass ich Victoria darüber so aufgeregt hätte.

00:44:54: Und ich kann ehrlich gesagt gerade in dieser einen Situationen total verstehen, das ist eine emotionale Sache, da geht es nur um Emotion, es geht eben nicht darum, dass irgendwie Victoria eine Vase nach ihm geschmissen hat oder eher nach ihr.

00:45:09: Aber da ist eine Verletzung da, die man ja auf allen Seiten irgendwie nachvollziehen kann.

00:45:13: Ich kann das zum einen nachvollziehen, dass vielleicht Victoria in so einem Moment dann denkt, hey, du bist mein Kind und an meiner Hochzeit sitzt die Nanny irgendwie neben dir.

00:45:21: Ich bin doch aber auch da gewesen.

00:45:23: Auf der anderen Seite vielleicht auch der stille Vorwurf des Sohnes.

00:45:25: Ja, aber die Nanny war öfter da.

00:45:27: Du warst eben irgendwie auch gar nicht so richtig für mich da.

00:45:30: Da sind so ganz viele Punkte.

00:45:32: Wusst du auch am Ende?

00:45:34: Und ich finde es dann auch okay, dass die Erkenntnis ein bisschen einsetzt, dass es unanständig ist, sich so tief in der Familienangelegenheit von anderen reinzuknien, wo es am Ende wahrscheinlich um die Ambiguitätstoleranz geht und um die Mehrdeutigkeit in dieser Situation geht und es wahrscheinlich nicht einen großen Sündenbock gibt, sondern man sagt, da wurden Fehler auf beiden Seiten gemacht und da sind Verletzungen auf beiden Seiten da.

00:45:54: und vielleicht ist die Antwort tatsächlich, dass diese Familien gar nicht so gut nebeneinander existieren können, wie man sich das vielleicht wünscht, sondern es dann besser ist, zu sagen, alle führen ihr Leben und er feiert dann halt in Gottesen haben nochmal eine zweite Hochzeit, wo Victoria nicht anwesend ist, wenn das er anscheinend nicht geht, dass sie im Raum mit ihm ist und er sich sicher fühlt.

00:46:18: Das wäre auch ein Punkt, über den ich gerne mit dir sprechen würde, weil das... glaube ich, eine Antwort sein kann auf viele von den Regungen, die man zum Beispiel in den Kommentaren unter vielen Postings bei allen Familienmitgliedern so sieht.

00:46:31: Ich glaube, dass dieser Crash gegeneinander von zwei verschiedenen Systemen zum einen viel häufiger vorkommt, als man glaubt, weil natürlich die Rolle eines Kindes in einer Familie völlig anders ist als die Rolle eines dann einmal erwachsenen Vaters von Kindern.

00:46:51: Es sind zwei unterschiedliche Rollenansprüche, wenn man das jetzt auf Brooklyn beziehen würde.

00:46:56: Er ist in der Backham-Konstellation.

00:46:58: Eine vollkommen andere Person mit anderen Funktionen und anderen Gründen muss dann anderem Alltag als in einer möglichen Familienkonstellation Backham-Pels, wo er der Vater sein wird, sein soll, der irgendwann da mit seiner Partnerin versucht, eine neue Familie zu gründen.

00:47:15: Und dieses Aufeinanderprallen, glaube ich, ist soweit... gelöst von der Prominenz und das passiert so häufig an so vielen verschiedenen Stellen, dass man, glaube ich, aus diesem Ganzen, auch wenn das superreiche Superpromis betrifft, viel lernen kann.

00:47:34: Zum Beispiel, dass Loslösung nicht zwingend gegenseitige Beschuldigung von Gut und Böse bedeuten muss und dass man vielleicht auch mit einem anderen Blick draufschauen sollte.

00:47:47: finde ich eine schöne Erkenntnis.

00:47:48: Ich finde schon, dass es aber auch in dieser Sache jetzt viele Punkte gibt, von denen ich mir denke, ich würde mir wünschen, dass das so nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen wird.

00:47:57: Also so jetzt, dass der so Anschuldigung macht, die jetzt eigentlich nur, also sind ja sehr explizite Anschuldigungen an die Eltern, die jetzt nur irgendwie beantwortet werden können, als wenn sie das beantworten wollen, indem sie das auch irgendwie so öffentlich machen, wenn es noch hier um Öffentlichkeit geht, was ja auch lustig ist, weil das so ein Punkt ist, den ja seinen Eltern.

00:48:15: eigentlich permanent vorwirft.

00:48:17: Ihr habt mich in die Öffentlichkeit gezogen.

00:48:19: Das war alles viel zu viel Öffentlichkeit, seit ich denken kann.

00:48:21: Ist das irgendwie alles inszeniert?

00:48:23: Und das Ganze erzählt ja in der Instagram-Story.

00:48:26: Mit sechzehn Jahren Followern.

00:48:27: Ja,

00:48:28: genau.

00:48:28: Sicherlich.

00:48:29: Ich sehe auch da, der ist verzweifelt.

00:48:30: Er sagt, er hat irgendwie Wege gesucht, mit denen zu reden.

00:48:32: Und es ging nicht.

00:48:33: Und ich glaube, er sagt das auch nicht so sehr zu seinen Eltern, sondern eben zu der Öffentlichkeit, die ihn nicht in Ruhe lässt.

00:48:38: Aber trotzdem sind es so Punkte, bei denen ich mir denke, es ist schon halt auch nicht nur ein interessanter Familienkonzentrationen, um da mal reinzusehen.

00:48:47: Sonst fühlt sich schon auch an wie so ein Drama, ein Unglück, bei dem man zusehen kann und wo man sich ja für Eltern nicht wünscht, dass ihnen das passiert.

00:48:55: Für ein Kind nicht wünscht, dass er sich so alleine fühlt.

00:48:57: Das ist ja schon auch eine Sache, sich so in so einem jungen Alter dann von den Eltern so abzuwenden und sein eigenes Leben zu führen.

00:49:06: stelle ich mir einsam vor.

00:49:08: Das ist jetzt nicht eine Sache, wo ich sage, würde ja super gut gelaufen, dann ist doch alles perfekt, weil wir am Ende Schnuchel in der Gesellschaft leben, wo das ein Ideal ist.

00:49:15: Ich denke immer so an Karo Dauer.

00:49:17: Ich kenne Karo Dauer nicht persönlich, aber ich finde das so wahnsinnig toll, wie eng die mit ihren Eltern ist.

00:49:22: Viele würden vielleicht sagen, es ist sehr toxisch, wie eng die da mit ihrem Vater und ihrer Mutter ist.

00:49:27: Ich finde das immer.

00:49:28: Also ich hoffe immer, dass meine Beziehung zu unseren Kindern mal so ist.

00:49:31: Wir sind sicherlich auch beide Eltern, die eher sagen, wenn unsere Kinder auf ewig mit uns zusammenleben, das ist eine schöne Idee.

00:49:36: Es gibt ja sicher auch Eltern, die sagen, wenn die mit fünfzehn aussehen, ist es schon lang genug, zusammengelebt.

00:49:41: So sind wir nicht.

00:49:42: Aber ich merke, dass ich da für meine Verhältnisse oder für meine Mutterrolle untypisch sehr gluckig bin, was so... Perspektive auf, wie verbringen wir unser Leben mit unseren Kindern.

00:49:52: Und mein Idealszenario wäre jetzt so ein Karo Dauer Idealszenario, dass man immer noch zwölfmal im Jahr einen Urlaub fährt und eng ohne Ende ist.

00:50:01: Ich glaube, dass es vielen anderen auch so geht.

00:50:03: Und dann fühlt es sich natürlich einsam an, wenn du merkst, mein Ideal im Kopf ist überhaupt nicht kompatibel mit meiner Realität, wie meine Familie zu mir ist.

00:50:12: Und dann hat man so zwei Möglichkeiten entweder man tut so als Hätte man so ein Karo Dauer ideal und übergeht halt alle Verletzungen?

00:50:19: Oder man sagt, nee, hab ich halt nicht und kümmert sich dann um seine eigene Familie.

00:50:23: Aber da ist ja trotzdem irgendwie so in der Wolfstunde nachts dann vielleicht diesen Moment, dass man sich denkt, ich hätte das aber gerne so eine enge Familienkonstellation.

00:50:31: Ja, was du da beschreibst, ist mit einem bisschen anderen Begriff aber relativ genau die Richtung, in die ich schon seit sehr langer Zeit nicht nachdenke, sondern nachfühle unter diesem Stichwort Open House, dass man so ein großes, offenes Haus hat, wo die Kinder irgendwann mit den PartnerInnen oder mit deren Kindern immer wieder zurückkommen, wo man immer alle offen begrüßt, wo dann auch vielleicht die Freundeskreise von den einzelnen Kindern mit einer gewissen Selbstverständlichkeit einfach so hingehen, weil Familie für mich auch einen Ort ausmachen kann, an dem man sich relativ natürlich versammelt.

00:51:08: ohne dass immer alle da sein müssen, ohne dass man immer explizit eingeladen wird, ohne dass man einen Anlass braucht, sondern dass es einfach eine Form von wiederkehrender Gemeinsamkeit ist.

00:51:18: Und das kann ich mir tatsächlich auch darüber hinaus vorstellen, unabhängig davon, ob die jetzt ganz konkret mit Alter X oder Y ausziehen, sondern in meiner Idealvorstellung ist es, wie du beschrieben hast, sogar unabhängig davon, ob die noch bei uns wohnen oder nicht mehr bei uns wohnen.

00:51:34: Das ist für mich eher die Frage des Gefühls, wie offen ist diese Beziehung, die man zu seinen Kindern aufbaut, wie viel innen, außen dazu kommen, andere Leute verträgt es.

00:51:47: Und ich glaube, wenn man da mit einer Wärme reingeht, mit einer Offenheit und einer Wärme, die eben inkludierend ist, und man liest ja leider bei den Backhamps ein bisschen, zumindest was diese Frau von Brooklynon geht, eine nicht inkludierende Art und Weise raus, dann glaube ich, Kann das genau in diese Richtung gehen?

00:52:03: Und das ist der Punkt, weil ich da jetzt über diesen Beckham-Situation viel so über unsere Situation nachdenke und mich auch selber so sehr reflektiere und denke, was bin ich für eine Mutter eigentlich in der Rolle?

00:52:13: Weil ich schon auch sagen würde, ich sehe mich in vielen Entscheidungen und Punkten sehr bei Victoria, weil ich auch einfach ein starker Charakter bin.

00:52:19: Und ich glaube, dass so, wenn man ehrlich zu sich ist als Frau, die ein starker Charakter ist, dann sieht man ja schon ein bisschen so am Horizont kommen, dass das mit der Schwiegertochter vielleicht nicht hundert Prozent geil laufen kann.

00:52:29: Und ich merke aber, dass es dann so Situationen gibt.

00:52:31: Und natürlich sind unsere Kinder noch nicht erwachsen.

00:52:33: Aber ich finde, es gibt jetzt schon im Alltag ganz viele Situationen.

00:52:37: Wir haben das beispielsweise auch mit Kinderbetreuung, dass wir eine Person haben, die sehr mutterähnlich mit unseren Kindern ist, aber nicht mit uns verwandt ist, die auf unsere Kinder aufpasst, ja sogar eine andere Sprache mit unseren Kindern spricht, die wir beide nicht verstehen.

00:52:50: Und die Kinder auch teilweise lieber bei ihr sind.

00:52:54: Teilweise nicht immer, aber teilweise ist es so und auch eine Zeit lang alle Kinder oder einige Kinder von uns Mama zu dir gesagt haben.

00:53:01: Das war eine Situation, wo ich schon gemerkt habe, da zieht was in meinem Herz.

00:53:06: Aber ich mir dann dachte, hey, jede Person, die unser Kind liebt, absolut jede Person, ist ein Gewinn für meine Kinder und dann auch indirekt für mich.

00:53:19: Und ich finde gerade, wenn wir speziell bei dieser Nanny Geschichte da bleiben von Brooklyn, dann finde ich die Vorstellung, dass bei unseren Kindern an der Hochzeit diese Person, die unsere Kinder ja auch durch ihre ganze Kindheit getragen hat, mit am Tisch sitzt.

00:53:35: Ich wäre sogar eher enttäuscht, wenn unsere Kinder diese Person nicht einladen würden, weil ich mir denke, das ist doch eine wichtige Person und ich kann trotzdem verstehen, als arbeitende Mutter, die eben nicht, nicht, nicht, sieben für ihre Kinder da sein kann und ehrlich gesagt auch nicht da sein will.

00:53:50: Ich bin froh, dass diese Person in unserem Leben da ist und sich um unsere Kinder kümmert und unsere Kinder liebt, als wären es ihre eigenen.

00:53:57: Und ich glaube, das sind dann die Situation, dafür würde sicherlich mehr geben, wenn Kinder einen eigenen Willen haben, groß sind, wo man sich entscheiden kann, gehe ich den einen oder gehe ich den anderen Weg.

00:54:06: Und ich finde es als Mutter nicht völlig abwägig, auch den anderen Weg zu gehen.

00:54:10: Ich finde es nicht völlig abwägig, dass mit das einen vielleicht verletzt, an der Hochzeit, nicht beim Sohn am Tisch zu sitzen.

00:54:17: Aber ich glaube, dass das eben dann die Situation sind, wo man sich überlegen muss, gehe ich jetzt mein eigenes Ego-Ding und laufe vielleicht auch Gefahr, dann von meinem Kind alleine gelassen zu werden oder entscheide ich mich für den Weg, der sicherlich auch schmerzhaft ist, aber für Gemeinschaft.

00:54:32: Weil ich glaube, diese Open House Idee, die du hast, die kann man ja nur leben, wenn man dafür dann auch eben Kompromisse eingeht und sagt, ja gut, da muss ich mir dafür auch mal eine Meinung anhören, die ich nicht mag.

00:54:42: Dafür muss ich auch mal, was weiß ich nicht, mit Leuten sein, die nicht immer nur toll sind, aber für mich, was ich mir da total rausziehe, ist, das hat eine Freundin von mir kurz vor Weihnachten gesagt, weil sie so beiläufig meinte, ich hab sie gefragt, wie sie Weihnachten feiern und sie meint, du so und so und so, nicht mit Familie, sondern mit Freundin, und sie meinte, das ist ja einfach auch toll, dass man sich Familie aussuchen kann.

00:55:06: Und die hat es so beiläufig gesagt, und ich war aber im Kopf, weil ich bin immer aufgewachsen mit Familie, kann man sich nicht aussuchen, muss sich halt an das irgendwie halten, was es gibt.

00:55:15: dass man das ja auch einfach wie selbstverständlich umdrehen kann und sagen kann, natürlich kann man sich von mir aus und man kann sich aussuchen, mit wem man sehr so viel Zeit verbringt und diese Leute sind dann übergreifend Familie.

00:55:25: Das ist schon was, wo ich mir denken würde, wenn ich jetzt das von außen sehe, ich würde total den Backends aber vor allem Brooklyn wünschen, dass die ihr Leben mit Menschen verbringen, die sie lieben und ... dann auch zurückgeliebt werden, weil das scheint ja obwisslich ein Problem zu sein, mit dem alle gerade nicht so recht klar kommen, mit der Schwiegertochfer zu meinen und eher nicht mit seinen Eltern.

00:55:48: Es gibt einen Punkt, den ich noch gerne mit dir besprechen will, weil der so viel besprochen wird und vor allem so viel gesagt wird, dass das gar kein großes Problem sei, und zwar diese große Sache mit dem Geld.

00:55:58: Beide Familien sind unfassbar reich und beide Familien sind auf sehr unterschiedliche Weise zu ihrem Reichtum gekommen.

00:56:04: Ja, Victoria und David Beckham beide die Königinnen der Inszenierung, der Fußballer, die Popstar, aber beide, da geht es ja wirklich einfach auf dem Reisbrett, um Charakter zu inszenieren und dadurch irgendwie Geld zu generieren.

00:56:18: Und bei Nicola Peltz, beziehungsweise C.F.

00:56:21: Harter, Nelson Peltz, der ist Hedge Form Manager, sein privates Vermögen wurde im Jahr zwanzig sechs und zwanzig auf eins, sechs Milliarden US-Dollar geschätzt.

00:56:31: Also nochmal deutlich, deutlich, deutlich reicher als die Backhams.

00:56:36: Und ich glaube schon, das merkt man ja auch so ein bisschen in diesem Statement von Brooklyn, dass Geld da eine Rolle spielt.

00:56:42: Das wurde aber oft genannt so von wegen, naja, er hat sich ja jetzt irgendwie auf die Familie gesetzt, die reich ist und da würde er ja gar kein Problem haben.

00:56:53: Sicherlich hätte er es nicht so leicht zu reagieren können, wenn Nikolas Familie nicht so wohlhabend wäre, weil dann hätte er, wäre ja wahrscheinlich bei den Backhams geblieben, weil die so das gemachte Nest vorbereitet hätten.

00:57:05: Und ich finde es voll interessant, weil ich das irgendwie gar nicht so sehr und ich auf allen Seiten bei dem Geld eine Problematik sehe, die das zumindest beschwert, weil er ja jetzt auch nur sich in ein neues Familienkonstrukt einordnet.

00:57:19: bei dem es ganz, ganz klar einen Familienoberhaupt gibt, von dem das alles ausgeht.

00:57:24: Und ich weiß es nicht, ob der fairerweise für seine Tochter das alles so eingerichtet hat, dass die an ihr Geld auch kommen würde, wenn die sich da unterschiedlich verhalten.

00:57:33: Aber dieser Vater von Nicola Peltz ist ein hochproblematischer Typ.

00:57:37: Das kann man schon einfach auch mal so sagen.

00:57:39: Der ist halt mit Trump einfach Best Buddy.

00:57:41: War auch einer derer, die sich total dagegen gesträubt haben, dass Disney ... Filme nur mit schwarzen Hauptrollen besetzt und sich dagegen ausgesprochen hat und meinte, warum braucht man das denn?

00:57:55: Also ein sehr konservativer, harter Knochen.

00:57:59: Und das ist jetzt der neue Geldgeber für Brooklyn Beckham, der ganz offensichtlich das nicht hinbekommen hat, bis jetzt in der eigenen Karriere so aufzubauen, dass der auf eigenen Füßen steht.

00:58:11: Zumindest ist mir das jetzt entgangen, wenn das irgendwie passiert sein soll.

00:58:15: Es ging ja auch... In diesem ganzen Streit sehr darum, wer zahlt das Haus von denen?

00:58:19: und also Geld spielt schon eine Rolle.

00:58:21: Ja, das ist glaube ich auch ein verbreitertes Missverständnis in solchen Familien, dass nur weil da viel davon da ist, dass auf einmal gar kein Problem mehr sei.

00:58:30: Weil es natürlich in dem Moment, wo viel da ist und große Kosten produziert werden, auch ein fantastischer Hebel ist.

00:58:37: Also wenn angenommen die Tochter, die von ihrem Milliardärsvater unabhängig werden müsste, Aber halt ein Lebensstil hat, der irgendwo zwischen Sicherheit, der Größe des eigenen Hauses und der im Alltagsgewohnheit eben eher im Milliardärsbereich angesiedelt ist, dann kann man halt nicht sagen, dann fängt sie halt irgendwie als Marketingassistentin an und versucht erst mal im Nördlich von New York irgendwas zu finden, was so einigermaßen als WG funktioniert mit zwei, drei anderen Studienkolleginnen oder so.

00:59:05: Das sind dann halt auch alles sofort Mechaniken, die dann für viele Leute in dieser Kategorie nicht mehr in Frage kommen.

00:59:11: Und zack!

00:59:12: gibt es wieder ein Druckmittel.

00:59:13: Und Geld wird in Familien sehr oft, wenn nicht sogar fast immer, als Druckmittel eingesetzt.

00:59:19: Und das ändert sich auch nicht, wenn viel davon da ist, eher sogar im Gegenteil.

00:59:22: In dem Moment, wo das so eine Mittelschichtfamilie ist, kann eine jüngere Person, sagen wir mal, Ende zwanzig, Anfang dreißig, die nichts mehr mit den Eltern zu tun haben möchte, sagen, also die X-Euro, die du mir hier vielleicht noch gibst, weil ich gerade noch studiere, die kann ich auch woanders verdienen.

00:59:38: In dem Moment, wo man seinen Alltag so organisiert hat, dass man sehr viel mehr Geld braucht, weil man aus einer sehr rechten Familie kommt.

00:59:46: In dem Moment ist es halt nicht mehr so leicht.

00:59:48: Naja, diese forty tausend Euro im Monat, die besorge ich halt jetzt woanders.

00:59:51: also um das mal so plastisch in die Größenordnung einzusortieren.

00:59:54: Ja und ich würde sogar sagen, das hat sich ja auch wie bei Prince Harry und Meghan, wie so ein roter Faden auch bis heute durchgezogen, das er bei jedem neuen Projekt eben gesagt hat, die brauchen Geld und sie ja auch ganz explizit gesagt haben, wir haben einen hohen Kostenapparat durch Sicherheitssituationen, was er bei Brooklyn Beckham vielleicht auch ein Thema sein könnte, dass der Security braucht, dass der sich eben nicht einfach so irgendwo bewegen kann und einfach einen random Apartment.

01:00:19: anmieten kann.

01:00:20: Das sind alles Punkte, von denen ich mir denke, ich bin jetzt weit davon entfernt, irgendwie einen Spendentopf für diese Menschen aufzumachen und besonders großes Mitleid zu haben, weil es ja hier auch noch um Millionen geht.

01:00:32: Ich glaube nur, dass das in der ganzen Konstellation auch eine Sache ist, wo man leichter ein Urteil fällt von außen, als wenn man davon innen wirklich drinsteckt.

01:00:41: und das natürlich auch noch mal für so Motivationen und wer verfolgte, welches Ziel.

01:00:46: ist das einfach ein Thema, glaube ich.

01:00:48: Und ich finde auch im Umkehrschluss, es wirft Brooke Lin ja so ein bisschen seinen Eltern vor, dass die dann beispielsweise nicht wollen, dass er nur den Namen Beckham trägt oder den Namen Beckham weiter trägt.

01:00:59: Was für ihn ein emotionales Ding ist, ist sein Geburtsname.

01:01:02: Und für die Eltern ist aber so ein bisschen so, ey, du Hegerer, das ist halt die Tochter von einem Trump Ultra.

01:01:06: Wir haben halt keine Lust.

01:01:07: Wir sind unser ganzes Leben sehr fleißig.

01:01:11: daran interessiert, dass unser Name irgendwie in einem guten Licht dasteht.

01:01:14: Das ist jetzt in unserer Vorstellung nicht das beste Licht.

01:01:16: Ich meine, David Beckham, der irgendwie mit der Queen befreundet war und mit der britischen Königsfamilie zu tun hat.

01:01:22: Und dann ist da plötzlich so die American Nightmare-Familie für die.

01:01:28: Das sind alles Punkte, bei denen ich mir denke, ich glaube, das muss man berücksichtigen, wenn man drüber spricht.

01:01:35: Es finde ich immer von außen sehr leicht zu sagen, es wird doch bei denen viel einfacher, weil die kann doch alles und die sind doch alles.

01:01:43: Und ich glaube, das ist eher aus dem Grund manchmal, wie du es schon sagst, schwieriger wird als leichter.

01:01:47: Und gleichzeitig, das ist auch ein Wiederkehrendes-Element.

01:01:50: Das hat wir in unserer Folge über Nepo Babys auch schon.

01:01:53: Ist da ein Druck, wenn man hyper erfolgreiche Eltern hat?

01:01:56: Und das gilt für beide Elternhäuser.

01:01:58: Ist da ein Druck auf den Kindern, der da lastet?

01:02:01: eben selbst auch erfolgreich zu werden.

01:02:03: Du hast eben gesprochen von Brooklyn Beckham, der so versucht hat, irgendwo erfolgreich zu sein und jetzt nicht öffentlich nachvollziehbar in jedem Detail das geschafft zu haben scheint.

01:02:12: Dafür, dass das zumindest in eine Rolle spielt, spricht auch, dass er sich selbst bezeichnet als Founder und Unternehmer-Unternehmerin ist die Funktion, die er auf Instagram auf seinem Profil geschrieben hat.

01:02:26: Und alles darunter spricht schon in die Richtung.

01:02:30: Ich versuche hier, mein eigenes Leben auch unternehmerisch erfolgreich aufzubauen.

01:02:34: Er hat Cloud'n'Rhein-Zwanzig gegründet.

01:02:36: Das ist so ein Soßenunternehmen, was inzwischen bei Whole Foods Untervertrag ist.

01:02:42: Bzw.

01:02:43: wenn die Soßen dort vertrieben.

01:02:44: Er ist gleichzeitig bei einer relativ bekannten und relativ großen Vermarktungsfirma, Range Media Partners, die versucht, öffentliche Figuren zu vermarkten, will sagen, aus einer gewissen Öffentlichkeit, wie es jetzt die siebzehn Millionen Follower oder sechzehn Millionen Follower von Brooklyn Backham schon sind, irgendeine Form von Kapital rauszuholen.

01:03:04: Das sind alles Punkte, die darauf hindeuten, hier versucht jemand aus dem Windschatten des älterlichen Erfolgs rauszukommen.

01:03:12: Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das früher oder später auch für die Tochter Pelz gelten wird, weil beide in dieser Windschattensituation gezwungen sind zu operieren.

01:03:24: Ja, es ist die Frage.

01:03:25: Ich glaube, deswegen ist es ja auch so interessant, diese Nepo Babys zu beobachten, weil es da halt ganz viele verschiedene Wege gerade gibt.

01:03:33: Und ich schon auch sagen würde, es ging mir auch bei ihr so.

01:03:37: Ich habe das bei ihr auch gelesen, dass sie sich als Schauspielerin Slash-Regisseurin bezeichnet.

01:03:41: Und wenn man sich dann ansieht, was sie so gemacht hat, dann sagt man, ja, whatever.

01:03:45: Ja, also klar, gut, dass dein Vater dir da ein paar Rollen besorgt hat.

01:03:49: Wenn man jetzt ihre ganze Familiengeschichte nicht wüsste und sich einfach denkt, dass es eine random Person aus Castor Brauxel und sich dann ihren Wikipedia-Eintrag durchlässt, was ihr so alles geschafft hat, wo sie so alles drin waren in den Filmen, würde man sagen, wow, toll.

01:04:00: Ja, die Schauspielerin und die Regisseurin.

01:04:02: Und das ist halt, glaube ich, immer dieser Fluch von Nepo Babys, dass man zum einen bei allem, was die machen und was gelingt, sagt, na ja, du bist halt.

01:04:10: natürlich gelingt, dir das, du bist ein Nepo Baby.

01:04:13: Und wenn es dir nicht gelingt und du halt so halberfolgreich bist, dann sagt man, wie kann man denn mit so startvoll... Voraussetzungen, dass so glorreich verkacken.

01:04:21: Und ich glaube, dass das wirklich ein Los ist.

01:04:24: Ich glaube, das ist nicht so leicht.

01:04:25: Ich glaube, dass es schöner ist, sich irgendwie aus wenig hochzuarbeiten und es dann mal besser zu haben, als die Eltern im besten Fall.

01:04:38: Das ist ja auch das, was Eltern sich immer für ihre Kinder wünschen.

01:04:41: Und es ist halt leichter zu erreichen, wenn du irgendwie aus einer ärmeren oder mittelstaaten Familie kommst, als wenn du jetzt aus so einer Familie kommst, wo du irgendwie weißt, okay, Also, was soll denn passieren, dass die erfolgreicher werden als ihre Eltern?

01:04:53: Und zwar in beiden Fällen, absurderweise.

01:04:56: Ja, und gerade bei Nikola da hast du ja gerade schon ein bisschen beschrieben, was der Eindruck von außen ist.

01:05:02: Das kann man halt auch anders lesen und auch als eine Loslösung versuchen zu lesen, weil gerade so was wie Schauspiel und das öffentliche Darstellen, Öffentlichkeit, etwas ist, wo die Eltern von Nikola... eben noch nicht so groß sind, wo also ein Raum ist, den man auch nur ganz teilweise mit Geld kaufen kann, wo sie irgendwann sagen kann, das habe ich geschafft, hier so eine schauspielerische Leistung, die habe ich hinbekommen.

01:05:29: Und die ist ganz unabhängig von Geld.

01:05:30: Schaut mal her.

01:05:31: Und wenn dann solche Dinge passiert sind, wie bei Nikola Wies mehrfach geschehen ist, zw.

01:05:35: zwölf und zw.

01:05:36: vierzehn, hatte sie zweimal Nominierung für die goldene Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin.

01:05:43: Also wirklich so eine öffentliche Demütigung in dem Berufsfeld, was sie sich ausgesucht hat.

01:05:47: dann sehe ich da schon auch so eine Gesamtproblematik, weil ich glaube, ich ganz viel mitspielt in der Öffentlichkeit, was so eine Häme angeht.

01:05:56: Und zwar auf beiden.

01:05:57: Das sind beides.

01:05:58: Wir sagen Nepo Babys.

01:05:59: Und das ist ein Fluch von Leuten, die in der Öffentlichkeit groß werden, die aber keine eigene Erfolge vorweisen können, weil sie halt als Kinder in der Öffentlichkeit groß werden und die in diese Rollen reinwachsen und die irgendwann merken, krass, hier passiert etwas, was ich nicht nur nicht kontrollieren kann, sondern was damit zu tun hat.

01:06:16: dass ein Teil der negativen Zuschreibungen durch meine Eltern stattfinden.

01:06:21: Das heißt, du bist ja bloß der Sohn von David Beckham.

01:06:24: Das ist mit Sicherheit etwas, was Brooklyn sehr oft gehört hat und was ihn sehr tief verletzt.

01:06:29: Und weil Nikola mit relativ großer Wahrscheinlichkeit ähnlich.

01:06:33: Ja, was lernt man jetzt aus so einer Geschichte?

01:06:35: Ich denke mir schon, dass leider, das ist bei Prince Harry so und das ist bei Brooklyn Beckham ganz genau so, die in so ein kurzes Zeitfenster gefallen sind, was Öffentlichkeit und Öffentlichkeit von Promis von Kindern angeht, die super ungesund war.

01:06:50: Weil heute, wenn die Backhams heute Kinder bekommen würden, dann würde man die nicht zeigen, dann werden die nicht irgendwie in jeder Modelinie bei jedem Fußballspiel in der ersten Reihe mit dabei und hätten nicht schon vor ihrem dritten Lebensjahr aus jedem Winkel, zu jeder Sekunde ihres Lebens, tausend Bilder und Paparazzi Schots.

01:07:07: Ich glaube schon, und es sagen ja beide auch, nachweisig, dass sie wahnsinnig unter dieser Öffentlichkeit leiden und gelitten haben, sie deswegen heute einen besonderen Schutz brauchen, deswegen heute auf der ganzen Welt in Interesse an ihrer Person ist, wo man sich sagt, das haben sich diese Kinder nicht ausgesucht.

01:07:22: Und man hat inzwischen glücklicherweise auch entschieden, dass das für Kinder nicht gesund ist, so aufzuwachsen und dass man sie dafür schützen muss, bis sie zumindest selbst entscheiden können, möchte ich so eine Öffentlichkeit haben oder nicht.

01:07:35: Ich glaube, dass das leider so Charakter sind, den werden wir jetzt noch ihr Leben zusehen, weil sie gleichzeitig mit uns leben.

01:07:43: Aber ich glaube, dass die nie so richtig einen Punkt haben, wo sie diese Kindheit und diese Öffentlichkeit auf eine gesunde Weise überwinden können, weil bis zu ihrem Lebensende ... ist es eben so, dass wir mit den Paralleläben und man ja auch immer wieder interessiert gucken.

01:07:58: Deswegen interessiert es ja auch so viele.

01:08:01: Und ich glaube, dass da schon auch eine Traurigkeit drin ist, die wir alle nicht nachvollziehen können und dies irgendwie uns einfach macht, aus dem Wohnzimmer irgendwas zu kommentieren und eine Haltung zu diesem ganzen Thema zu haben, aber da eigentlich was ein tieferes Problem drinsteckt, dass auch die Eltern nicht mehr rückgängig machen können, weil du nicht mehr zurücknehmen kannst, dass diese ganzen Bilder, diese ganzen Geschichten und alles da ist.

01:08:21: Und noch weitergehend, ich finde, was man auch daraus lernen kann, ist, dass es Situationen gibt.

01:08:27: In diesem Fall ist das die eben von der erwähnte geerbte Zwangsöffentlichkeit.

01:08:31: Es gibt Situationen, die so schwierig sind auszuhalten, dass so ein Estrangement, egal von wem und unter wem, einfach auch manchmal von außen forciert wird und viel weniger mit den einzelnen Charaktern zu tun hat als mit der Gesamtsituation.

01:08:50: Das habe ich mir total gedacht und ich denke mir in letzter Zeit auch so häufig über andere, wenn du so familien... Ich habe jetzt vor ein paar Tagen gesehen, dass Timothy Chalamet durch die Straßen gelaufen ist.

01:09:03: Also der Schauspieler, der gerade mit Kylie Jenner zusammen ist.

01:09:05: Kylie Jenner, die zwei Kinder mit Travis Scott hat, also einem anderen Mann.

01:09:08: Die sind noch relativ klein, die Kinder.

01:09:10: Aber Timothy Chalamet ist ihr neuer Partner.

01:09:12: Und ich habe ein fotogeschopptes Bild gesehen, wo Timothy Chalamet durch eine Straße läuft.

01:09:17: Da auf dem T-Shirt von ihm steht drauf, I'm not the stepdad, I'm the dad that stepped up.

01:09:23: Und das Traurige ist, dass Travis Scott, ich glaube, man kann ihm viel vorwerfen, aber der ist ein fantastischer Vater für diese Kinder.

01:09:29: Also man sieht eine sehr innige Beziehung zu seiner Tochter und er nimmt die mit auf Konzerte.

01:09:35: Ich kenne das Originalbild und wusste in dem Fall, dass es gefotoshoppt war, dass es einfach auf das T-Shirt drauf gemacht wurde.

01:09:40: Und ich dachte mir, Alter, wie nervig das für so Familien ist.

01:09:44: Wahrscheinlich sind die alle so gebrieft, dass die wissen, so was lassen sie nicht an sich ran.

01:09:49: Aber... Man sieht ja, finde ich in diesem Brooklyn-Fall jetzt, weil er sehr, sehr oft darauf referiert, dass die Eltern irgendwas an die Presse haben durchstechen lassen.

01:09:57: Es gibt jetzt kaum drei Tage nach dem Statement von Brooklyn, ein Fernsehinterview von David, das sich wirklich fantastisch schinde.

01:10:04: Und da können sich, glaube ich, viele Eltern was in der Reaktion davon abschneiden, weil obwohl so viele Vorwürfe gegen die Eltern da gemacht werden, sagt David Beckham, nur relativ locker in einem TV-Interview.

01:10:15: Und mit der großen Liebe finde ich im Blick... dass er seinen Kindern immer beigebracht hat, dass sie Fehler machen können und dass sie sich so durchs Leben, ich parapasiere das jetzt, aber so sich so durchs Leben bewegen können, dass Fehler passieren und dass man das als Eltern ihnen verzeihen muss.

01:10:30: Und das ist so ein Punkt, bei dem ich mir in dem Moment dachte, war es für eine gesunde Reaktion auf eine Situation, in der er sich das ja auch als hätte als Einladung nehmen können, zu sagen, das ist eine große Lüge, die da meinen Sohn verbreitet hat, ich bin, wir sind verletzt oder bestürzt, aber nee.

01:10:47: Er sagt zwar schon, dass er das aus seiner Sicht Fehler findet, weiß man auch nicht was.

01:10:50: Geht es jetzt um die Inhalte oder geht es darum, dass er das so auf Instagram öffentlich macht?

01:10:54: Aber da dachte ich mir so eine Güte und so eine Gelassenheit, die Eltern auch haben müssen, finde ich.

01:10:59: Wenn Kinder Sachen machen, die vielleicht irgendwie provozieren oder so müssen, finde ich Eltern die größeren Personen sein, weil sie eben die Eltern sind.

01:11:06: Das fand ich irgendwie gesund, das in dem Fall zu sehen.

01:11:12: Siehst du die Irritation, dass er Trotz der Liebe, die habe ich auch gesehen in seinem Blick, sehr eindeutig vom Fehler spricht.

01:11:20: Ich glaube, da sind wir wieder an dem Punkt.

01:11:22: Ich kann verstehen, dass es in deren Welt ist wahrscheinlich die Erzählung, seit der mit der zusammen ist, der ganz anders und es nervt, weil ihr Familiensystem ja jetzt nicht mehr nachweist, nicht mehr funktioniert, durch das er sie geheiratet hat.

01:11:35: Ich kann verstehen, dass es aus deren Sicht so ist und ich kann genauso gut verstehen, dass es aus Brooklyn-Sicht wahrscheinlich überhaupt nicht so ist.

01:11:42: Und da sind wir wieder bei Familienstreits, finde ich, ist es oft so.

01:11:46: Bei dieser Mehrdeutigkeit, es gibt halt verschiedene Realitäten und nicht eine Wahrheit, sondern es gibt verschiedene Sichtweisen.

01:11:53: Ich glaube, dass man nicht von der einen Partei verlangen kann, dass sie die Sichtweise der anderen annimmt, egal welche Partei das betrifft.

01:11:59: Und in dem Fall spricht er von Fehler und Brooklyn sagt, seit er das gemacht hat, wacht er jeden Tag auf und ist freier und glücklicher.

01:12:06: Und ich finde auch, das kann man ihm lassen.

01:12:09: Was glaubst du, was so mittelfristig, ein, zwei, drei Jahre?

01:12:14: in dieser ganzen Familienkonstellation passieren wird?

01:12:17: Eigentlich hat man ja so ein bisschen einen Vorausblick auf Prince Harry und Meghan, wo das jetzt ja einfach schon irgendwie vier, fünf Jahre her ist und ein Buch und ein Memoir und ein paar Spitze Interviews und ein paar Gerüchte auch von der William und Kate Seite dann irgendwie rausgekommen sind.

01:12:33: Ich finde, es ist sogar schon zu viel verlangt, zu was zu sagen, wie.

01:12:37: ich wünsche mir für die, dass die irgendwann wieder zueinander finden, was ja gerade ganz viele in den Kommentaren machen, weil ich wirklich glaube, Kein einziger von uns möchte auch nur eine Minute mit dieser Familie tauschen und mit dieser Öffentlichkeit, die auf diesem Fall drauf ist tauschen.

01:12:51: Er kann nicht im nächsten Jahr mal ein Projekt machen und kann es einfach ohne, dass wir irgendwie auf seine Familie angesprochen wird, machen.

01:12:58: Oder er muss jetzt bei jedem Interview sagen, ich möchte nicht über Privates sprechen.

01:13:01: Und jeder Fleck auf dem T-Shirt wird gedeutet, denn der hat sein Leben nicht unter Kontrolle und die Frau ist an allem Schuld.

01:13:06: Und diese ganzen Narrative, ich glaube, dass das so bedrückend und so schlimm ist, dass ich, ehrlich gesagt, Einen Wunsch für die Hub und das ist Privatheit, weil ich glaube, dass das inzwischen ein Gut ist, dass so viel höher ist.

01:13:19: und damit mache ich nicht, dass sie sich aus der Öffentlichkeit alle zurückziehen.

01:13:22: Die monetarisieren sie ja alle ganz gut, sondern einfach, dass gewisse Dinge, dass sie einen Glück darin finden, gewisse Dinge ihnen nicht zu erzählen und nicht zu zeigen, weil ich glaube, dass sie ganz unbedarf in der Welt waren, wo das noch kein Wert war und deswegen heute Sachen verlieren.

01:13:42: die sie damals aufgegeben haben und das gar nicht wussten, dass sie das heute verlieren.

01:13:45: Und das tut mir einfach wahnsinnig leid, wenn man das nicht mehr rückgängig machen kann, so eine Entscheidung.

01:13:48: Du hast gerade gesagt, dass dieses Zitat, dass er aufwacht und jeden Tag froh ist und eine Freiheit spürt.

01:13:54: Ich kann das nachvollziehen.

01:13:55: Meine persönliche Prognose wäre aber,

01:13:59: dass

01:13:59: die eigentliche Befreiung, die er sich wünscht und die auch so deutlich dadurch scheint, eine ist, dass er als er selbst in der Öffentlichkeit dastehen kann und nicht als der Sohn von.

01:14:12: will sagen, ich glaube, dass was er am dringendsten braucht, ist ein eigener Erfolg, mit dem er rechtfertigen kann, warum er eben nicht mehr zum Thema Familie Beckham gefragt wird, weil im Moment ist er in der Öffentlichkeit als genau eine Funktion sichtbar.

01:14:30: Diese sixteen Komma acht Millionen Follower hat er nicht wegen seiner Salatsoßen, sondern die hat er, weil er der Sohn von David Beckham ist und da ein bisschen Realismusweilen zu lassen und zu sagen, solange Du nur dafür bekannt bist und zwar in dieser Größenordnung.

01:14:45: So lange wird es Schwierigkeiten geben, die von dir angesprochene Privatheit in der Öffentlichkeit durchzuhalten.

01:14:50: Und deswegen wünsche ich ihm, dass er einen eigenen von sich selbst gestalteten Erfolge hat, ja gute Startworaussetzung, völlig ohne Frage.

01:14:58: Aber dass er diesen eigenen Erfolg hinbekommt und das in einer Weise,

01:15:02: dass

01:15:03: er eben nicht als der Sohn von wahrgenommen wird oder als der Mann von, was ja noch eine Schwierigkeit ist, wenn man mit einer Milliardärstochter verheiratet ist.

01:15:11: Sondern als der, der halt die meistverwendete Salatsoße der Welt meinetwegen begründet hat.

01:15:18: Das würde ich ihm wünschen, weil ich habe das Gefühl, das würde einiges lösen an Problemen.

01:15:22: Schon nicht schön.

01:15:24: Ich habe diese Woche, wir kommen ja gerade aus dem Urlaub zurück.

01:15:26: Ich habe eine Zeitung, eine Klatschtheitung im Urlaub gelesen, wo ich glaube ein Interview von die Gido Maria Kretschmer drin war, der über den Tod seiner Eltern und diese Nahtverbindung zu seinen Eltern gesagt hat, auch Eltern werden groß.

01:15:41: Man hat sie lieb und lässt sie los.

01:15:43: Und er sagte, er ist mit diesem Spruch aufgewachsen und er hat erst viel später verstanden, was der eigentlich bedeutet.

01:15:51: Und ich weiß nicht, ob das auf den Tod seiner Eltern bezogen war, aber ich fand diesen Spruch, ich habe den noch nie vorher gehört, ich fand den total toll, der hat mich diese Woche sehr beschäftigt, weil das für mich so ein Klickmoment war.

01:16:03: und ich glaube, das ist es eben nicht nur... wenn die Eltern irgendwann sterben, weil ich glaube, das ist der einzige Gedanke, den jedes Kind existenziell sofort schon als, ich glaube, unsere Kinder haben das schon und diese noch super, super klein, dass sie mal fragen, so was ist, wenn ihr nicht mehr da seid und so.

01:16:18: Aber ich glaube, dass das ein Prozess ist, der ja auch schon vorher passiert, dass es eben nicht erst mit einem fremdbestimmten Tod von außen eine Beziehung beeinträchtigen kann, sondern dass es irgendwo und dazwischen ja auch schon Zeit für diese Erkenntnis gibt und Momente gibt, wo man das vielleicht hat, dass man A zulässt, und das finde ich so schön, dass dieser Spruch eben diese Ambiguität zulässt, nämlich, obwohl man sie lieb hat, lässt man sie los.

01:16:44: Oder weil man sie lieb hat, lässt man sie los, weil sie A noch die Chance haben sollen, ihr eigenes Leben leben zu können, weil sie aber auch... Wenn man das auch ein Stück weit braucht, um selber ein eigenes Leben leben zu können, also ich finde, da ist ganz viel Erkenntnis in diesem Spruch.

01:17:02: Man kann den Drehen und Wänden und wahrscheinlich in verschiedensten Lebenssituationen auf sein eigenes Leben anwenden und das bedeutet immer was anderes und das finde ich richtig toll an solchen Sprüchen.

01:17:11: Und hier ist der Full Circle Moment, denn dieser auf Eltern gewendete Spruch hat einen

01:17:17: Ursprung

01:17:18: und dieser Ursprung stammt aus einem Lied von Rolf Zuckowski.

01:17:23: Kinder werden groß, die Zeile lautet ursprünglich, Kinder werden groß, man hat sie lieb und lässt sie los.

01:17:29: Und das umzudrehen, finde ich nicht nur ganz herzwärmt, sondern vielleicht ist das ja auch für uns eine Harangehensweise.

01:17:38: im Negativen, hast du vorhin gesagt, Kinder behandeln, wenn sie groß werden, wie Eltern, so wie sie als Kinder behandelt worden sind.

01:17:45: Aber das kann man ja auch positiv deuten.

01:17:47: Das kann man ja auch warm und umarm deuten.

01:17:51: Also ich weiß, mein liebster Dichter Erich Kestner hat diesen Spruch umzuerben, müssen die Eltern sterben.

01:17:56: Was ja genau dieser Spruch im Negativen ist, nämlich zum einen dieser Erkenntnis fürs Erbe muss einen Schmerz passieren und für eine eigene Existenz muss das Ende einer anderen Existenz passieren.

01:18:09: Und ich fand den Spruch irgendwie immer trocken, aber irgendwie auch vielleicht, weil ich schwäbend bin, weil im Schwabendland viel über Erber gesprochen habe.

01:18:15: Ich fand das immer irgendwie lustig, diese Erkenntnis, auch wenn sie natürlich mega traurig ist.

01:18:19: Und ich finde, dass sich so viele Menschen auf so unterschiedlich Weise mit dieser Problematik beschäftigt haben.

01:18:25: Und wir uns ja jetzt auch gerade irgendwie kollektiv alle damit beschäftigen.

01:18:29: Es gibt doch dann doch so Probleme, die so existenziell wie erfrischend, leicht und seicht sind.

01:18:35: Und deswegen... Kann ich total nachvollziehen, warum so in unserem Podcast Spirit das so viele Gefühle auslöst, diese News?

01:18:45: Ja, Leute, das waren unsere Gedanken zu diesem ganzen Familienthema an der Oberfläche der Streit bei den Backhams.

01:18:52: Darunter brodeln ganz viele Konflikte, teilweise uralte, teilweise neue mit Öffentlichkeit und Social Media.

01:18:59: Wir würden uns sehr freuen, wenn wir in den verschiedenen sozialen Medien, vor allem Instagram, darüber diskutieren, dass ihr uns schreibt, was ihr davon haltet.

01:19:08: Wenn euch die Folge gefallen hat, empfehlt es gern weiter.

01:19:12: Wir hören uns ganz bald wieder.

01:19:14: Vielen Dank fürs zu hören und bis ganz bald.

01:19:17: Tschüss!

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